Sie haben es also schon wieder getan, der WAC feierte gegen den LASK nach 0:1 am Ende völlig verdient einen 2:1-Sieg dank eines von Maxi Ullmann erzwungenen Eigentors und des Kopfballtreffers von Erik Kojzek. Dementsprechend gut war die Stimmung auch bei der Jahresabschlussfeier auf der Koralm. „Das war eine besondere Partie, speziell für mich, weil ich in Linz ja Vergangenheit habe“, strahlte Ullmann, dessen messerscharfe Hereingabe knapp nach der Pause von LASK-Verteidiger Maxi Talowjerow nur mehr über die eigene Linie bugsiert werden konnte. „Wir wussten, was zu tun ist, um die Partie zu drehen. In der Kabine werden Sachen klar angesprochen, von Trainerteam und Spielern, da darf es auch einmal lauter werden. Diese Comebacks sind dann am Ende auch eine Mischung aus Qualität und Mentalität“, weiß Ullmann.
Der Oberösterreicher, der von Didi Kühbauer im Sommer aus Venedig ins Lavanttal gelotst wurde, da man sich schon aus gemeinsamen Rapid-Zeiten kennt, war im Herbst der personifizierte LASK-Schreck. Drei seiner vier Scorerpunkte erzielte der Linksverteidiger nämlich gegen seinen Ex-Klub (2 Tore, 1 Assist). „Wir haben auch in der Kabine schon darüber gesprochen, dass ich eine echt gute Bilanz gegen sie habe, seit ich dort weg bin“, grinst Ullmann und fügt an: „Auch in meiner Rapid-Zeit haben wir nur einmal gegen sie verloren.“
Mit dem Herbst kann der WAC „sehr zufrieden sein, 26 Punkte sind nicht selbstverständlich“, sagt Ullmann, dessen Team schlechtestenfalls auf Rang fünf und jedenfalls mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang sieben überwintern wird. „Wir freuen uns nach so einem Ausklang schon auf die Wintervorbereitung und die letzten sechs Grunddurchgangspartien, die werden hart, wenn wir am Ende wirklich in der Meistergruppe stehen wollen“, so der 28-Jährige.
Wie geht es im Winter im Lavanttal weiter?
Jetzt geht es aber einmal nach New York auf Urlaub, „um ein wenig Weihnachtsstimmung zu inhalieren.“ In der Vorbereitung kommt mit dem zuletzt lange verletzten Routinier Jonathan Scherzer ein direkter Konkurrent zurück ins Training. „Ich will dem Team in jedem Spiel helfen, aber Konkurrenz belebt immer das Geschäft“, sieht er es professionell. Ähnliches spielt sich im Tor ab, wo Lukas Gütlbauer wieder Druck auf Einser-Keeper Nikolas Polster ausüben will. „Ich will mich zeigen und auf mich aufmerksam machen“, sagt er. Neuzugänge könnten künftig wieder aus Ghana kommen, denn Präsident Dietmar Riegler und Co intensivieren die Kontakte nach Afrika. Mit den Shooting-Stars David Atanga und Emmanuel Agyemang kicken bereits zwei Ghanaer im Wolfsrudel.