Meisterlicher lässt sich der Start in eine doppelte Titelverteidigung kaum gestalten. Sturm erwischte beim Bundesliga-Auftakt auswärts gegen den LASK mit zwei frühen Toren einen Traumstart in die Partie. In dieser Tonart ging es in der Folge zwar nicht weiter, trotzdem fuhren die Grazer mit einem 2:0-Erfolg die ersten drei Zähler in dieser Saison ein.
Tim Oermann war auch diesmal der einzige Neuzugang in Sturms Startelf, der deutsche Innenverteidiger sollte seine Sache gut machen. Im Angriff entschied sich Trainer Jürgen Säumel, Leon Grgic an der Seite von William Böving aufzubieten, Seedy Jatta saß vorerst auf der Bank. Sein Bundesliga-Debüt im Tor feierte wie angekündigt Matteo Bignetti.
Blitzstart für Sturm
Wie schon beim Cup-Gastspiel in Bischofshofen legte Sturm einen Blitzstart hin. Flanke Böving, Lattenkopfball Otar Kiteishvili, Abstauber Grgic. Der 19-Jährige stand beim 1:0 für Sturm in der 9. Spielminute da, wo ein Stürmer in einer solchen Szene im Idealfall stehen muss und bugsierte den Ball per Kopf ins leere Tor. Sturm setzte gegen geschockte Linzer nach und erzielte drei Minuten später das zweite Tor. Innenverteidiger Andres Andrade kam im Strafraum gegen Kiteishvili zu spät, der Gefoulte (12.) verwertete den fälligen Strafstoß höchstpersönlich souverän.
Der Kommentar zum Spiel
Als souverän lässt sich die schwarz-weiße Darbietung vor der Pause generell einordnen. Defensiv gönnten die Steirer den Hausherren keine Chance. Offensiv nutzte Sturm beim Debüt von LASK-Coach Joao Sacramento zwar immer wieder die sich bietenden Räume, verpasste jedoch das mögliche 3:0. Sowohl Grgic aus kurzer Distanz, Tomi Horvat mit einem Weitschuss, als auch Max Johnston nach idealer Vorarbeit von Böving scheiterten an LASK-Tormann Lukas Jungwirth.
Kurz vor dem Pausenpfiff verletzte sich Oermann bei einer ungestümen Attacke von Stürmer Samuel Adeniran und musste mit Wiederanpfiff durch Emanuel Aiwu ersetzt werden. Die Gastgeber aus Oberösterreich präsentierten sich nun gefährlicher, Ex-Sturm-Akteur Christoph Lang klopfte in Minute 58 mit einem Kracher an die Latte aussichtsreich an. Fünf Minuten später landete der Ball im Grazer Tor, Langs Abschluss fand wegen einer Abseitsstellung von Modou Kéba Cissé jedoch keine Anerkennung. Säumel reagierte auf die gute Phase der Linzer mit einer Belebung der Offensive, Jatta löste Grgic ab. Eine Chance fand Sturm jedoch erst wieder vor, als Tochi Chukwuani (74.) den Ball knapp neben das Tor setzte. Joker Belmin Beganovic verpasste gegen Jungwirth das 3:0. Es wäre die Draufgabe eines alles in allem starken Auftakts von Sturm gewesen.