In weniger als zehn Minuten etwas zu erlernen, gestaltet sich grundsätzlich als schwierig. Besonders dann, wenn jede Situation zwar ähnlich, aber doch irgendwie anders zu berechnen wäre. Das musste auch Austria Klagenfurt bei der 2:3-Niederlage gegen die Young Violets vor immerhin 2100 Zusehern zu spüren bekommen, einhergehend mit der raschen Ernüchterung und Erkenntnis, dass die Saison noch komplizierter werden könnte, als man sich vor Beginn ohnehin schon ausgemalt hatte. Zu vier Eckbällen kamen die Wiener, dreimal war der Ball im Tor. Bei den ersten beiden Toren konnten die Klagenfurter den Ball nur unzureichend auf den Fuß eines Gegenspielers klären. Anschließend passte vor dem Kopfball die Zuordnung nicht. Es fehlte an Entschlossenheit, an defensiver Durchschlagskraft. Vom ersten Moment an zeigte sich jedoch auch, dass die jungen Violetten ein anderes Offensivkaliber als Salzburg darstellen. Der Nachwuchs der Wiener startete die ersten Sekunden gleich wie von der Tarantel gestochen. Ballstafetten und Zug nach vorne waren die Devise der Veilchen, die über 70 Prozent Ballbesitz hatten und erst nach dem 3:0 etwas vom Gegner abließen. Dies konnten die Klagenfurter postwendend ausnutzen. Mit der ersten Annäherung an den Strafraum verwandelte Bartol Barisic eine Freistoßflanke von Marc Schmerböck zielstrebig zum 1:3.