Hätte Antoine Griezmann im Halbfinale der WM 2018 in Russland den Ball in der Nachspielzeit nicht versemmelt, wäre schon damals mein Künstlername aufgebacken worden: Fran 2:0 Bel. So musste ich sechs Jahre warten, bis sich wieder Gelegenheit dazu ergibt. Von den damaligen Mannschaften sind die Achsen unverändert: Hernández, Kanté, Mbappé, Giroud und eben Griezmann aufseiten der Gallier; Vertonghen, De Bruyne, Lukaku bei den Belgiern. Neu sind die Torleute: Hugo Lloris spielt mittlerweile in Los Angeles, und Thibaut Courtois, der höfliche Theobald, immerhin aktueller Champions-League-Sieger, machte einen auf beleidigte Leberwurst, weil ihn der Trainer nicht zum Ersatzkapitän nominierte. Als Konsequenz darf er jetzt zu Hause schmoren. Belgien spielt ohne Witsel, Fellaini, Hazard, hat dafür einen Doku. Bei den Franzosen gibt es keinen Pogba mehr, dafür Camavinga, Dembélé, Fofana. Begeistert haben bislang alle nicht, seit Mbappés Pfrnak an Dansos Schulter-Klippen zerschellt ist, herrscht im französischen Sturm Tristesse bonjour, während Lukaku am besten Weg zum Torschützenkönig ist, aber nur bei den nicht gegebenen Treffern. Lukaku vs. VAR 0:3.
EM-Kolumne von Franzobel
Als aus Fran 2:0 Bel Franzobel wurde
Gastkommentar.
Frankreich trifft heute um 18 Uhr im Achtelfinale auf Belgien. Es kommt zu einem Duell, das maßgeblichen Anteil an einem Künstlernamen hatte.