„Pflicht erfüllt“, heißt es bei Titelverteidiger WAC nach der ersten ÖFB-Cuprunde. Der WAC gewann in Oberösterreich bei Regionalligist Wallern 2:1 (1:1). Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Didi Kühbauers erste Startelf der neuen Pflichtspielsaison brachte dabei keine wirkliche Überraschung. Außer vielleicht, dass Neo-Sechser Marco Sulzner, der auch gleich die Freistöße übernehmen durfte, den Vorzug vor Simon Piesinger erhalten hatte. Und, dass der Goldtorschütze vom Finale im Mai, Angelo Gattermayer, anstelle von Juwel Erik Kojzek stürmte. Mamadou Diabate nahm die zentrale Position in der defensiven Dreierkette vom zurzeit verletzten Chibuike Nwaiwu ein. Ihr Debüt in einem Bewerbsspiel feierten erwartungsgemäß der Wallerner Rene Renner hinten links und Donis Avdijaj im offensiven Mittelfeld.
Wie schon beim 2:0 in Runde zwei im Vorjahr tat sich Wolfsberg in Wallern schwer. Zwar gelang Avdijaj, der zusammen mit Gattermayer vorher schon eine Doppelchance liegen hatte lassen (11.), mit dem 1:0 der Einstand nach Maß (27.), doch dann kam man von seinem Weg ab. Da halfen auch die Schimpftiraden von Kapitän Dominik Baumgartner an seine Kameraden wenig. Die Wölfe gerieten in einen Strudel, fingen sich quasi mit dem Pausenpfiff auch verdient das 1:1. Im Verteidigen der weiten Wallerner Einwürfe offenbarte der Bundesligist Schwächen, schon der erste hatte zu einem Stangenschuss geführt, der zweite landete auf dem Kopf von Philipp Mitter und folgerichtig im Tor von Lukas Gütlbauer (45.+2).
Bis zur 88. Minute gelang kein vollständiger Offensivspielzug
Nach Wiederbeginn blieb es heiß umfehdet, wenngleich wieder Avdijaj die Gäste diesmal rasch in Führung schoss (49.). Auf der einen Seite hatte den Cup-Keeper Lukas Gütlbauer und Co bei gefährlichen Vorstößen inklusive eines knappen Abseitstreffers immer wieder auch Glück, während am anderen Spielfeldende Gattermayer Chance um Chance zur Vorentscheidung liegen ließ. Nach 66 Minuten hatte Kühbauer genug gesehen, brachte Kojzek und Markus Pink für Pechvogel Gattermayer und Thierno Ballo.
Mehr Schwung kam dadurch aber auch nicht hinein, Wallern blieb am heimischen Kunstrasen massiv am Drücker. Treffer ließen die Wölfe aber keinen mehr zu und so führte einer der abschließenden Entlastungsangriffe zur Entscheidung für die Kärntner. Kojzek bediente den für Avdijaj gekommenen Dejan Zukic, der kurz vor seinem bevorstehenden MLS-Wechsel noch den WAC-Aufstieg in die zweite Cuprunde fixierte (88.).