VSV-Farmteam„Kitzbühel soll nicht die letzte Station sein“

Etliche VSV-Talente können bei AHL-Klub Kitzbühel erstmals Erfahrung im Erwachsenen-Eishockey sammeln. Die Kooperation mit den Tirolern ist eine vielversprechende Investition für die Zukunft.

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Die jungen VSV-Cracks sammeln in der Alps Hockey League in Kitzbühel wichtige Erfahrung © KK/GRESSEL
 

Salzburg und der KAC machten es in Österreich bereits vor Jahren vor und erkannten damals schon die Notwendigkeit eines sogenannten Farmteams nach nordamerikanischem Vorbild. Beide Teams konnten in der Vergangenheit bereits etliche Nachwuchsspieler aus ihrer „zweiten“ Mannschaft in die ICE-Liga hochziehen. Für die Akteure selbst war die Alps Hockey League die perfekte Zwischenstufe vom Nachwuchs- zum Profisport.

Seit dieser Saison sind die Adler Kitzbühel das, längst fällige, Farmteam des VSV. Die U20-Spieler der Draustädter sollen in der AHL erste Erfahrungen im Erwachsenen-Eishockey sammeln. Doch nicht nur sportlich, sondern auch persönlich den viel zitierten nächsten Schritt machen. „Kitzbühel ist eine gute Lebensschule für die jungen Villacher Spieler. Es ist das erste Mal, dass die Jungs von zuhause weg sind, selbstständig sein müssen“, spricht KEC-Trainer Charles Franzen einen wichtigen Punkt an und fügt hinzu: „Die Zusammenarbeit mit Philipp Pinter, Nachwuchschef des VSV, ist perfekt und sehr professionell. Er zeigt sich stets verantwortlich für seine Spieler und will sie weiterbringen.“ Auch der Schwede, dessen Sohn Robin Gartner sowohl mit Bozen als auch dem KAC Meister war, will mithelfen, die VSV-Cracks zu entwickeln: „Kitzbühel soll nicht die letzte Station für sie sein, sondern eine von vielen weiteren.“

Die Goalies Lukas Moser und Jakob Sprachmann sowie Martin Urbanek, Luca Kohlmayer, Johannes Tschurnig und Benedikt Wohlfahrt werden in dieser Saison vermehrt in der AHL zum Einsatz kommen, können bei Bedarf aber auch jederzeit nach Villach zurückbeordert werden. „Die Kooperation ist für uns alle sehr wichtig. Der Sprung von der U20 in die ICE-Liga ist enorm, da hilft es uns in Kitzbühel Spielpraxis zu sammeln und uns zu empfehlen“, weiß auch Moser, der derzeit den verletzten Alexander Schmidt beim VSV ersetzt, aber früher oder später hauptsächlich in Tirol stationiert sein wird. Der junge Goalie hat in dieser Saison, neben möglichst vielen Einsätzen in der AHL, noch ein weiteres großes Ziel: „Es wäre ein Traum, wenn ich im U20-Kader des österreichischen Nationalteams für die WM in Kanada stehen würde.“

Neben der Kooperation mit Kitzbühel wird übrigens die U20 des VSV heuer auch in der Kärntner Division I ein Team stellen.

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