Neun Siege am Stück, 14 Mal in Serie gepunktet: Die Rotjacken legten seit dem 3:4 am 27. November 2024 in Innsbruck eine märchenhafte Serie aufs ICE-Eis. Diese ist nun ausgerechnet vor dem zehnten Streich bei den „bösen Wölfen“ vom HC Pustertal mit einem 3:4 gerissen. Und die Niederlage fiel wohl in die Kategorie unnötig, schließlich führte Klagenfurt bereits mit 3:1. Angetrieben von hunderten KAC-Fans hinter Sebastian Dahms Tor, inklusive des „Fanklubs“ von Clemens Unterweger aus dessen Osttiroler Heimat Huben, gaben die Rot-Weißen in Südtirol zu Beginn den Ton an. Doch auch weil sich die Hausherren immer wieder aufbäumten, ließ der erste Jubel ein wenig auf sich warten. Nach 15 Minuten war es aber so weit, als Raphael Herburger Thomas Hundertpfund im Slot perfekt freispielte und der Kapitän HCP-Keeper Andreas Bernard mit einem präzisen Schlenzer zur 1:0-Pausenführung überwand.
Der zwischenzeitliche Ausgleich von Brett Findlay (24.) ließ Klagenfurt zunächst auch noch kalt, gegen Ende des Mitteldrittels antworteten Jan Muršak mit dem neunten KAC-Shorthander der Saison (35.) und 105 Sekunden später Senna Peeters nämlich gleich doppelt.
Doch in der Folge riss der rot-weiße Faden plötzlich, denn die Athletiker fanden sich ein ums andere Mal auf der Strafbank wieder. Sowohl Unterwegers zweites, als auch Hundertpfunds erstes Vergehen des Abends rächten sich rund um die Drittelpause durch Treffer von Jason Akeson (40.) und Davide Conci (41.). Und als knapp zwei Minuten später auch noch Thomas Purdeller die Italiener erstmals in Führung schoss, brannte der Hut wirklich. Davon sollte sich der KAC auch nicht mehr wirklich erholen. Die zaghafte Schlussoffensive zerschellte an Bernard und Co. „Sie haben richtig gut Druck gemacht, wir waren zu oft auf der Strafbank“, befand Verteidiger Maxi Preiml.