Die Emotionen schwappten über. Bereits im Mittelabschnitt sorgte eine ausverkaufte Horten-Arena für Standing Ovations nach der Glanzvorstellung der Rotjacken. Und auch in den Schlussminuten wurde vom KAC der Sieg vor heimischer Kulisse voll ausgekostet, strahlende Gesichter, funkelnde Augen. Auch auf der Spielerbank. Trainer Kirk Furey rang nach Worten, wirkte ergriffen vom Auftritt seiner Mannen. „Es war unglaublich. Die Jungs waren von der ersten Sekunde so fokussiert. Jetzt ist dieser Zeitpunkt da – ich muss ihnen nichts mehr sagen. Es läuft wie von alleine.“

Vor allem Thimo Nickl wirkte elektrisiert vom Abend, ausgerechnet gegen den VSV erzielte er sein erstes KAC-Tor: „Ein super Gefühl. Ich habe im Powerplay die Chance bekommen, der Puck ist halbhoch eingefahren. Dass die Partie so ausgeht, hat sich keiner erwartet. Aber wir mussten im Mittelabschnitt doch ziemlich dagegenhalten.“ Und Doppel-Torschütze Simeon Schwinger ergänzte: „Wir waren konstant gut, die Stimmung prächtig. Ein Derby will man ja immer gewinnen.“

Betretene Mienen hingegen dominierten bei den Blau-Weißen. VSV-Trainer Tray Tuomie zeigte sich verärgert über den Auftritt seiner Mannschaft: „Ok, wir haben das 0:1 früh hinnehmen müssen. Dann wären noch immer 59 Minuten Zeit geblieben. JP weiß selber, dass er den halten hätten sollen bzw. müssen. Aber der KAC war wirklich stark. Ich kann aber nicht behaupten, dass wir nicht gekämpft hätten.“ Und Adler-Kapitän Alexander Rauchenwald meinte: „Wir waren vom Start weg einen Schritt zu spät dran. Normalerweise können wir zwei, drei Gegentore aufholen. Sie waren zu abgebrüht, zu locker am Stock.“