Die Papierform vor dem 358. Kärntner Eishockeyderby wies zwar aufgrund der ausgeglichenen statistischen Werte keinen klaren Favoriten aus, doch die Zuschauer in der restlos ausverkauften Heidi Horten Arena sahen von Beginn an ein Duell auf einer schiefen Ebene. Gerade einmal 23 Sekunden waren gespielt, als die Rotjacken zum ersten Mal die Hände in die Höhe reißen konnten.
Im ersten Angriff der Heimischen traf Mathias From unter kräftiger Mithilfe von JP Lamoureux zum 1:0 ins kurze Eck. Ein Schock, von dem sich der VSV lange nicht erholte. Im Gegensatz zu den Rotjacken, die gerade in der Anfangsphase ein enormes Tempo an den Tag legten, die Zweikämpfe gewannen und weiter Druck machten. Erst in der sechsten Minute musste Sebastian Dahm bei einem harmlosen Schuss von Philipp Lindner von der blauen Linie erstmals eingreifen.
In der zehnten Minute machte der VSV-Goalie gegen Nick Petersen seinen Fehler zwar wieder gut, doch eine Minute später war auch er chancenlos. Nach einem glücklichen Abpraller landete der Puck bei Simeon Schwinger, der keine Probleme hatte die rot-weiße Führung zu verdoppeln. Noch im ersten Drittel fiel bereits die Vorentscheidung in diesem Spiel. Thimo Nickl stellte mit seinem ersten Treffer für den KAC im Powerplay auch völlig verdient zum 3:0.
An der in jeder Phase überlegenen Spielweise des KAC änderte sich auch nach der Pause nichts, sie machten genau da weiter, wo sie im ersten Abschnitt aufgehört hatten. Binnen 21 Sekunden waren es erneut From und Schwinger, der einen von der Bande abprallenden Puck aus der Luft ins Tor beförderte, die mit ihren Treffern zum 5:0 auch den Arbeitstag von Lamoureux beendeten. VSV-Trainer Tray Tuomie wechselte - unter Applaus der Klagenfurter Fans - Ex-KAC-Goalie Rene Swette ein.
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Aber auch durch den Wechsel ging kein Ruck durch das Villacher Team, das jegliche Reaktion oder gar ein Aufbäumen vermissen ließ. Clemens Unterweger machte in numerischer Überlegenheit das halbe Dutzend voll, erst danach schaltete die Mannschaft von Kirk Furey einen Gang zurück, verwaltete aber den mehr als klaren Vorsprung gegen harmlose Adler, die nicht nur sämtliche Zweikämpfe scheuten, sondern auch offensiv nie zur Entfaltung kamen, souverän.
In der Schlussphase musste Swette schließlich noch zwei Mal hinter sich greifen. Nach Daniel Obersteiners 7:0 ging die Welle durch die Heidi Horten Arena und Senna Peeters setzte im Powerplay den Schlusspunkt und sorgte für die höchste Saison-Niederlage der Villacher Adler.