Es gibt wenige, die den Eishockeysport in Graz so verkörpern wie Daniel Oberkofler. Vor 34 Jahren in der Landeshauptstadt geboren, hat er sich dem Sport verschrieben und trägt auch mit großem Stolz die Olympischen Ringe unter seiner Haut. Auch, wenn er dem Nationalteam nicht mehr zur Verfügung steht, an ein Aufhören war und ist nicht zu denken. Und so wird er heute in Asiago seine 900. Partie in der höchsten Liga spielen. „Das zeigt, dass man alt wird, oder?“ Oberkofler lacht. „Nein. Es ist schon besonders und schön, diese Marke zu erreichen.“ Freilich wurde er auch von Verletzungen gebremst, die großen blieben ihm aber erspart. „Ich habe am Beginn der Karriere nie darüber nachgedacht, wie viele Spiele ich bestreiten will“, sagt er. Auch darüber, wie viele noch dazukommen, macht er sich wenig Gedanken. „Jetzt spiele ich diese Saison einmal fertig und dann schaue ich, wie es mir geht und was der Verein möchte.“ Aktuell, sagt er, gibt es ohnehin Wichtigeres als die Anzahl der Einsätze. „Dass wir gegen Ljubljana noch zurückgekommen sind und zumindest einen Punkt geholt haben, war für die Stimmung und auch das Selbstvertrauen wichtig.“ Dass die ersten zwei Drittel zum Vergessen waren, haben die Grazer eindringlich besprochen und heute soll in Asiago eine durchgehend starke Leistung über 60 Minuten geboten werden.