OmikronTiroler Wirtschaft warnt vor Einreise-Stopps

Seilbahnsprecher Franz Hörl warnt vor wirtschaftlichen Schäden durch Einreisestopps aus Großbritannien. Das würde manche Tourismusgebiete "entleeren". Der Tiroler Wirtschaftskammer-Präsident findet Diskussionen über einen möglichen Lockdown wegen Omikron "befremdend".

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Geht es nach der Wirtschaftskammer, kommt in Tirol kein Lockdown mehr.
Geht es nach der Wirtschaftskammer, kommt in Tirol kein Lockdown mehr. © APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL (ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL)
 

Laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" sollen Großbritannien, die Niederlande, Dänemark und Norwegen ab Weihnachten als Virusvariantengebiete eingestuft werden. Eine offizielle Bestätigung des Gesundheitsministeriums gibt es nicht. In Tirol schreien Wirtschaftsvertreter bei dem Gedanken auf. Die Tiroler Grünen kritisieren indes die Lockerungen an den Feiertagen.

Importierte Omikron-Fälle

Der Tiroler Wirtschaftsbundobmann, Seilbahnobmann und ÖVP-Nationalratsabgeordneter Franz Hörl warnt vor einer derartigen Einstufung. Sollten Gäste aus diesen Ländern trotz 2G-Status und gültigem PCR-Test in Quarantäne müssen oder gar nicht einreisen dürfen, würden manche Tourismusgebiete "mit einem Schlag entleert", heißt es in einer Aussendung des Tiroler Wirtschaftsbundes. Immerhin würden diese Herkunftsländer in manchen Regionen bis zu 70 Prozent der Gäste ausmachen.

Zuletzt war Kritik an der Landung zahlreicher Flieger aus Großbritannien, wo Omikron bereits die dominierende Coronavirus-Variante ist, laut geworden. Man könne davon ausgehen, "dass pro Tag 15 Fälle importiert werden und die dann ja natürlich auch direkt in die Skigebiete gehen und in die Hotels", sagte der Genetiker Ulrich Elling im "Ö1"-Mittagsjournal.

Wirtschaftskammer sieht keinen fünften Lockdown

Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser empfindet Diskussionen über einen möglichen neuen Lockdown aufgrund von Omikron hingegen als "befremdend". Immerhin habe man erst wieder aufgesperrt, "und drei Tage danach reden wir schon über den nächsten Lockdown. Das ist für mich nicht nachvollziehbar".

Walser will sich derzeit mit einem möglichen fünften Lockdown nicht beschäftigen. "Für mich ist klar, dass keiner kommt", sagte er am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Er geht davon aus, dass "wir es in den Griff bekommen und in den nächsten Monaten ohne Lockdown auskommen", meinte er.

Für Grüne Aufhebung der Sperrstunde "falsches Signal"

Auch die Tiroler Grünen machen sich Sorgen wegen Omikron und den Lockerungen an den anstehenden Feiertagen. Vor allem die Silvesterfeierlichkeiten bereiten Klubobmann Gebi Mair Sorgen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung". Bei einem Treffen der Landtagsparteien mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) forderte er eine "klare Linie und eine Ansage, dass auf große Silvesterfeiern heuer verzichtet wird".

In der Aufhebung der Sperrstunde zu Silvester sah Mair das "falsche Signal zur falschen Zeit", wie er gegenüber der APA meinte. "Omikron ist am Vormarsch. Silvesterfeiern sind ein zu großes Risiko". Die Neuinfektionen seien gerade erst im Sinkflug, was sich auf den Intensivstationen erst langsam abbilden werde. "Mit ausgelassenen Feiern in Innenräumen werden die Ansteckungen wieder in die Höhe schnellen", warnt der grüne Klubchef.

Besprechungen am Mittwoch

Am Mittwoch findet erneut eine Besprechung zur Corona-Lage zwischen Bund und Ländern statt - unter Teilnahme von Vertretern der neuen Gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko). Mair erwartet sich dabei eine "Klarstellung": "Risikominimierung ist bei der Omikron-Variante das Gebot der Stunde. Eine klare Linie ist unumgänglich."

Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hatte am Montag um Vorsicht in Form der bekannten Hygiene- und Abstandsregeln ersucht und an die Menschen appelliert, sich vor den Zusammenkünften zu testen und sich eine Booster-Impfung zu holen.

Kommentare (10)
DergeerdeteSteirer
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Bei dem Tiroler Wirtschaftsbundobmann, Seilbahnobmann und ÖVP-Nationalratsabgeordneter Franz Hörl würde ich im Falle einer Infektion keinen Finger krumm machen, ..................

vielleicht schaut der liebe Gott herunter und bestraft solche kompromisslosen und geldgierigen Individuen, kommt Zeit kommt Rat, irgendwann bekommt jeder dies was er verdient !!

An die Redaktion auch schöne Grüße wegen des "schreddern" meines letzten Kommentares, meine Meinung ändert sich deswegen jedoch nicht liebe Schredderer!!

Kleine Zeitung
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Löschung des Kommentars

Sehr geehrter DergeerdeteSteirer,
wir löschen jegliche Beleidigungen sowie Gewaltverherrlichungen (unabhängig davon, ob diese ernst gemeint sind oder nicht). Meinungsfreiheit ist uns jedoch auch sehr wichtig und Sie dürfen Ihre Meinung natürlich jederzeit kundtun.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

DergeerdeteSteirer
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Meinungsfreiheit ist uns jedoch auch sehr wichtig und Sie dürfen Ihre Meinung natürlich jederzeit kundtun.


Natürlich liebe "Schredderer", aber nur wenn die Meinung ihren Denkweisen entspricht, ist ihr demokratisches Recht, meines jedoch auch meine Meinung so zu äussern wie einem wie Hörl zustehen würde ,,,,,,,,,,,,,,,,,,, Mfg, DergeerdeteSteirer

Kleine Zeitung
2
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Löschung des Kommentars

Sehr geehrter DergeerdeteSteirer,
wir lassen unsere persönliche Meinung bei der Löschung von Kommentaren nicht miteinfließen, sondern löschen wirklich nur Kommentare, die gegen unsere Forenregeln verstoßen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

DergeerdeteSteirer
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Kleine Zeitung, ................Wer dies glaubt, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten können ............ ;-)

Freundlichen Gruß an die "Schredderer" ............ ;-)

Miraculix11
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Die Regierung sollte als Antwort auf Walser und Hörl...

...den nächsten Lockdown in Tirol um 1 Woche verlängern. Wenn dann alle anderen Bundesländer aufsperren kapieren es vielleicht ein paar Tiroler.

a4711
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"Für mich ist klar, dass keiner kommt" Wirtschaftskammer-Präsidenten Walser

Schon vergessen..
Wenn auch nur ansatzweise was aus Wien kommt, werden die uns so richtig kennenlernen", Christoph Walser-ÖVP-Politiker,Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. "Ständig zeigt man mit dem Finger auf Tirol", wütete er, "wir haben es satt, uns verurteilen zu lassen."
Wir haben alles richtig gemacht
und hat damit einmal mehr bewiesen wer in Österreich das Sagen hat.
Profitgier kommt vor der Gesundheit der Bürger auch Dank eines total unfähigen Gesundheitsministers !!

herwag
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!!!

besser leere tourismusgebiete als überfüllte intensivstationen !

herwag
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!!!

hr bundesminister setzen sie sich bitte durch !

herwag
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!!!

das ist doch klar dass der oberliftinger hörl dagegen ist - er fährt wahrscheinlich eh ins ausland golfen - solche destruktiven funktionäre gehören auf der stelle ausgetauscht - ist es diesem typen nicht klar dass es hier um menschenleben und nicht profit geht ?