Anschlag vor einem Jahr in WienTerror-Überlebender: "Für den Täter empfinde ich gar nichts"

REPORTAGE. Heute vor einem Jahr eröffnet ein Attentäter in der Wiener Innenstadt das Feuer und tötet vier Menschen. Andreas Wiesinger hat trotz Verletzungen überlebt. Die Erinnerungen an jene Nacht sitzen tief, von der Politik ist er enttäuscht.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Andreas Wiesinger erinnert sich, als ihm der Attentäter entgegenkam. Wiesinger wurde verletzt
Andreas Wiesinger erinnert sich, als ihm der Attentäter entgegenkam. Wiesinger wurde verletzt © Akos Burg
 

"Eigentlich ist der Schal an allem schuld“, sagt Andreas Wiesinger und deutet auf das Stück Stoff, das seinen Hals umarmt. Die Schneiderei war damit an jenem Nachmittag vor einem Jahr fertig geworden und Wiesinger nutzt die Besorgung in der Wiener Innenstadt für ein spontanes Treffen mit einer Freundin. Die lauen Temperaturen locken die beiden und Hunderte andere in die Schanigärten im Ausgehviertel nahe des Schwedenplatzes.

Kommentare (13)
forstvit
0
1
Lesenswert?

Alles

Gute

claufeld
2
1
Lesenswert?

Test

Test

aposch
7
23
Lesenswert?

Grotesk

Einerseits wird von den Linken Parteien immer vor einem Überwachungsstaat gewarnt, andererseits aber die Untätigkeit der Polizei beklagt, solche Verbrechen zu verhindern. Wer einmal nachdenkt, erkennt schon den Widerspruch darin.
Alle Medien springen auf den Zug der Verurteilung der untätigen Politik, statt selbst zu denken.
Natürlich erwartet jedes Opfer Mitgefühl und Beistand in solch beängstigenden Situationen. Dem sollte auch rasch nachgekommen werden. Auf Dauer würde man aber die Übersicht verlieren.

UHBP
10
8
Lesenswert?

@ap...

" ...Wer einmal nachdenkt, erkennt schon den Widerspruch darin."
Die Daten wurden ja erfasst, nur leider von den Behörden nicht ausgewertet.
Es macht einen Unterschied, ob ich jeden für kriminell halte oder ob ich bei Kriminellen nicht hinschaue?
Wer einmal nachdenkt, erkennt schon den Unterschied darin!

GanzObjektivGesehen
3
2
Lesenswert?

Fehler wurden gemacht. Und es wird sie weiter geben.

Jedes System hat seine Grenzen. Werden diese Grenzen passieren Dinge. Die meisten dieser Systeme lassen sich auch aus technischen oder personellen Gründen so leicht und schnell an die Herausforderung anpassen. Egal ob Arzt, Ehepartner, Fabriksarbeiter, Pilot, oder eben Beamter.

Diese Grenzen kann man natürlich erreichen, oder man bringt das System mit Absicht dorthin....

597d9dec92ec7a16808b398aa9fdf4a7
14
18
Lesenswert?

Unglaublich,

wie kalt und unprofessionell unsere Politiker heute wirklich sein können. Wenn das stimmt, was hier geschrieben wurde, müssten alle Regierungsmitglieder als untauglich entlassen werden.

GanzObjektivGesehen
5
22
Lesenswert?

Meldet sich die Regierung bei jeder Frau die vergewaltigt wurde ?

Bei jedem Opfer eines alkoholisierten Autofahrers ?
Bei jedem der auf offener Straße niedergeschlagen wurde ?

Das tut sie nicht. Und sie muss es auch nicht. Es ist nicht ihre Aufgabe.
Dafür gibt es die Familie, Freunde, Hilfsorganisationen. Die können das.

Das man nicht alles verhindern kann liegt sowohl in der Natur des Menschen als auch in unserem Rechtssystem. Beide sind zwar von Fehlern behaftete, aber im Grunde gut. Wollte man nur den Teil der Täter aus dem Verkehr ziehen, die schon als gefährlich bekannt waren, die Gefängnisse und Psychiatrien wären überfüllt. Und wir müssten uns mit der Tatsache auseinandersetzen, dass man auf Verdacht hin verhaftet wird und es keinen Weg zurück gibt.
Einmal böse, immer böse.

Und dazu kommen noch die Ersttäter, Bis dahin unauffällig und unbescholten. Vielleicht sogar der Nachbar von nebenan.....

lieschenmueller
7
2
Lesenswert?

Bei den von Ihnen genannten Fällen stellen sich Politiker aber nicht dermaßen in die "Auslage",

geben eine Pressekonferenz nach der anderen, aber die Opfer empfindet man dem Anschein nach nebensächlich.

Es geht nicht um die Eitelkeit der (sogenannten) Volksvertreter!

GanzObjektivGesehen
2
3
Lesenswert?

Wer hat sich wann aus welchem Grund in die "Auslage" gestellt ?

mobile49
5
2
Lesenswert?

@lieschenmueller

eigentlich ist schweigen ein schuldeingeständnis .
denn anderenfalls hätten sie ja das schuldeingeständnis sogar schriftlich abgeben müssen , oder welche depesche mit welchem inhalt hätten sie denn schicken können ?
also , lieber so tun , als wäre "nichts" gewesen - grauslich !

wundert mich bei dieser "truppe" ohnehin nicht
die sind eben ...........

ironie off

lieschenmueller
0
20
Lesenswert?

Im Oktober ist immer Jahrestag bzw. Tage der Entführung einer Lufthansa-Maschine

Die Menschen, die das Pech hatten, in dieser zu sitzen, erzählten von ihrer Odyssee psychologische Hilfe zu bekommen. Es fühlte sich 1. niemand zuständig von staatswegen bzw. 2. gaben diese zu, mangels Ausbildung und Erfahrung kaum helfen zu können. Diana Müll, eines der Opfer, beschrieb das ausführlich in ihrem Buch bzw. in Sendungen.

Man kann jetzt dazu sagen, es war eben 1977.

Dass einem 2020 bzw. 2021 von der Politik in dieser Richtung ebenfalls null angeboten wird, lässt einen ratlos zurück.

Diesmal halt in Österreich.

Brananni
2
27
Lesenswert?

Eigentlich....

Ein wahnsinnigen Glück dass der Attentäter ein grottenschlechter Schütze gewesen sein muss....ich will es mir gar nicht ausmalen wenn da jede Kugel trifft ;(

UHBP
3
36
Lesenswert?

..dass das Großaufgebot an Beamten wegen einer geplanten Großrazzia bereits in der Nähe war.

Glück im Unglück. Will mit gar nicht vorstellen, wie es sonst ausgegangen wäre.