Inseraten-SkandalWie Korruption verhindert werden kann

Die Vorwürfe gegen Kurz und sein Umfeld haben bereits personelle Folgen - doch es müssen auch strukturelle Probleme behoben werden. Welche konkreten Reformen jetzt drängen.

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Das Bundeskanzleramt steht im Zentrum von Korruptionsermittlungen.
Das Bundeskanzleramt steht im Zentrum von Korruptionsermittlungen. © Alex Halada/picturedesk.com
 

Sebastian Kurz hat sich gerne als Kämpfer gegen Korruption präsentiert. Seit letztem Mittwoch wird er selbst der Untreue und Bestechlichkeit verdächtigt.

Kommentare (36)
ichbindermeinung
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Kosten der Corona Werbekampagnen

interessant wäre auch mal zu erfahren wie viele Millionen Steuergeld absolut nur alleine für die ganzen Viruswerbekampagnen seit 2020 bis dato fürs Testen, Impfen u. Abstandhalten ausgegeben worden sind u. im Detail welche Firma was erhalten hat u. ferner was im Vergleich die übrigen 26 EU-Länder wegen der Verhältnismäßigkeit absolut dafür ausgegeben haben

UHBP
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Transparenz ist der Feind der Korruption.

Das erklärt vielleicht, warum die ÖVP beim Imformationsfreiheitgesetz so bremst und immer wieder gerne von vorne anfängt zu überlegen.

iMissionar
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Ein ganzer Zirkus

Wir begegnen in dieser Diskussion keinen Clowns. Es ist vielmehr ein ganzer Zirkus. Eine Schaustellerei der Heuchelei, die einen das Geimpfte aufsteigen lässt. Möge die geneigte Chefredaktion der Kleinen, die sich - wohl durch die Eitelkeiten persönlicher Amourösitäten getrieben - an dieser irrigen Jagd beteiligt selbst für Offenlegung und Transparenz sorgen? Welche „embedded content“ Vereinbarungen gibt es mit dem Land Steiermark - allen voran der Kulturabteilung? Welche Zuwendungen gab und gibt es für die „Schüler machen Zeitung“? Es wäre hier viel Platz für Meinung. Doch es bleibt nur Meinung.

Kleine Zeitung
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Grundlegende Richtung

Sehr geehrte(r) iMissionar,
wir sind eine unabhängige Tageszeitung. Worüber wir berichten, entscheiden alleine wir. Und diese Entscheidung erfolgt nach journalistischen Standpunkten. Hier auch unsere grundlegende Richtung: "Die Kleine Zeitung ist eine von allen politischen Parteien und Interessenvertretungen unabhängige Tageszeitung. Sie steht auf dem Boden christlicher Weltanschauung, tritt für eine plurale, demokratische Gesellschaftsordnung, die Eigenständigkeit der Bundesländer und die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Republik Österreich ein und begrüßt den europäischen Einigungsprozess."
Transparenz ist uns natürlich wichtig, daher finden Sie im Artikel auch die Informationen, wie die Kleine Zeitung für Inserate erhalten hat.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

iMissionar
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Unvollständig

Danke für die Antwort. Ich bin davon überzeugt, dass die Kleine bestmöglich in den Absichten agiert. Jedoch schreibt man im Artikel um den heißen Brei herum, damit die ausgemacht Bösen auch die Bösen sind. Wenn Der Standard eine geringere verkaufte Auflage als das Styria Produkt Die Presse ausweist, aber man mit dem fiktiven „Mitleser-Faktor“ multipliziert - wo ist der aktuell beim Standard, bei durchschnittlichen 8,5 Lesern pro Exemplar? Bei den Onlinezahlen sind Paywall- und Non-Paywallkonstrukte vermischt; werden die Networks inkludiert? Landesregierung und embedded content und Förderungen fehlen vollständig. Wenn man in der Medienlandschaft über die Probleme reden will dann soll man das machen. Aber nicht indem man der aktuellen Bundesregierung alle Schuld zuschiebt und die eigenen Tanzschritte in diesem Tango verschweigt und ignoriert,

DergeerdeteSteirer
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Den Argumentationen von Fr. Schmidt gebe ich meine Zustimmung, .........

PUNKT 1: Für offenkundige Unanständigkeit gibt es keine Unschuldsvermutung"
PUNKT 2: Die Abschaffung des Amtsgeheimnisses wäre daher ein erster großer Schritt hin zu mehr Transparenz.
PUNKT 3: Medienförderung statt Inseratenkorruption.
Diese widerwärtigen Schleichwege gehören zuplaniert!
PUNKT 4: Die Inseratenvergabe selbst "muss " nach klaren, öffentlich einsehbaren und objektiven Kriterien erfolgen.

Da gehört mal "Ratzfatz" durchgegriffen, diese Herumeierei verschlingt massig Geld für welches viel viel andere Möglichkeiten die um Wohle der Bürger wären!
Die Parteien müssen sich selbst finanzieren ohne das der Bürger die Melkkuh der Nation ist!!

Patriot
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@dergeerdete...: Bis auf den letzten Punkt kann man Ihnen recht geben!

Wenn Parteien sich selbst finanzieren müssen, werden nur jene Wahlen gewinnen, die, vor allem aus der Wirtschaft, die meisten Spenden lukrieren (siehe USA)!

Swwi07
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Arrogant...

Der Erstauftritt des neuen Kanzlers...arrogant, abgehoben, undiplomatisch, enttäuschend!
Was soll sich ändern, das türkise System wird weitergeführt. Es gibt eine Chance diese eitlen Selbstdarsteller und ihr Treiben zu entfernen...sie ertrinken in ihrem System und es kommt zu Neuwahlen!

antela
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Frage: Ist die Kleine Zeitung gegen Medienförderung?

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Bluebiru
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@antela

Keine Zeitung und kein Rundfunk- oder Fernsehsender wird gegen Medienförderung sein.

Medienförderung und Inserate sind aber 2 verschiedene Paar Schuhe:
Medienförderung bekommt man nämlich nach den Summen, die im Nationalrat beschlossen werden. Diese Vergabe ist also transparent.
Anders sieht es mit den Inseraten aus. Die werden individuell vergeben. Da gibt es bislang keine gesetzlichen Regelungen dafür. Daher hat z.B. auch die FPÖ seinerzeit, als sie in der Regierung war, Anzeigen (z.B. für die Requirierung von Polizeischülern) in sehr rechten Zeitungen geschaltet, die sie unterstützen wollte. Das hatte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Art der Menschen, die sich auf diese Anzeigen gemeldet hat, um Polizist zu werden.

Wollte man dem einen Riegel vorschieben, müsste man die Medienförderung kräftig erhöhen und dafür die Bezahlung von Anzeigen der Regierung ganz massiv reduzieren.

Kleine Zeitung
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Medienförderung

Sehr geehrte(r) antela,
woraus schließen Sie, dass wir für/gegen die Medienförderung sind?
Die österreichische Presseförderung besteht seit 1975 und hat die Förderung österreichischer Pressemedien zum Zweck. Die Grundlage ist das Presseförderungsgesetz, das zuletzt 2004 novelliert wurde.
Wir sind jedoch eine unabhängige Tageszeitung. Worüber wir berichten, entscheiden alleine wir. Und diese Entscheidung erfolgt nach journalistischen Standpunkten. Hier auch unsere grundlegende Richtung: "Die Kleine Zeitung ist eine von allen politischen Parteien und Interessenvertretungen unabhängige Tageszeitung. Sie steht auf dem Boden christlicher Weltanschauung, tritt für eine plurale, demokratische Gesellschaftsordnung, die Eigenständigkeit der Bundesländer und die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Republik Österreich ein und begrüßt den europäischen Einigungsprozess." Diese kannst du auch gerne hier nachlesen: https://www.kleinezeitung.at/service/impressum/4620792/Offenlegung-laut-25-Mediengesetz_Offenlegung-fuer-die-Kleine-Zeitung.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

umo10
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Solange die övp am Ruder ist

Gibt es keine Transparenzdatenbank. Aber vielleicht gewinnen bei Neuwahlen die Grünen

pescador
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"Aber vielleicht gewinnen bei Neuwahlen die Grünen"

Endlich mal was zum Lachen, vielen Dank! :-)

selbstdenker70
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..

Korruption kann gar nicht verhindert werden. Auf der einen Seite sitzen Menschen mit wirtschaftlichen Interessen, auf der anderen Seite Menschen mit Parteiinteressen. Das zieht sich aber auch durch alle Schichten der Bevölkerung. Und das Problem besteht weltweit. Egal ob in reichen oder armen Ländern. Man finde den Fehler. “ Menschen und Geld “. Und der Mensch,in Kombination mit Geld, ist so. Ich geb dir was du gibst mir was. Verbietet man den einen "Tauschhandel" wird ein neuer kreiert. Die wenigen selbstlosen, die für eine Leistung nichts verlangen, kommen sowieso nie in solche Positionen....

Pragmatikus
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Unser Problem

wir sind nicht mehr weit vom Balkan entfernt und dementsprechend korrupt, haben aber die Gesetze der strengeren und korruptionsfreieren Nordländer

Zeitgenosse
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Wir sind eine Mischung zwischen südeuropäischer

Gelassenheit und nordeuropäischer Aufgeregtheit !

Zeitgenosse
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Korruption kann nie verhindert werden, den

Menschen sind im Gegensatz zu Tieren mit der Veranlagung der Gier und der Machtlust ausgestattet!
Sie nehmen und wollen immer mehr ,als sie eigentlich brauchen!,,

Lepus52
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Schämen, Denken,Ernsthaftigkeit, Ethik- und Moralvorstellungen

Das sind in den Hintergrund geratene Begriffe in unserer Spaßgesellschaft. Seriosität wird mit alt verbunden. Korruption kann nur dann verhindert werden, wenn Frauen und Männer in die vorderen Reihen plaziert werden, die untadelig sind. Das ist nicht nur eine Frage des Alters und der Erfahrungen. Schowpolitik, Rhetorik und Styling sind immer Blendgranaten. Haben wir aus den Erfahrungen Haider, Grasser und Derivaten nichts gelernt?

Lucifer rs
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Wow Bum wie im Comic👣🎪

Das Land der Freunderlwirtschaft des Pfusches und der Günstlinge, wie Scheinheilig ist das alles🪤🙄
Lasst die Gute wieder frei und sperrt die richtigen ein wenn sie, sie findet😂🤢

hfg
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Korruption kann

nur durch Transparenz verhindert werden. Jede öffentliche Vergabe, jedes Inserat, jede Spende an öffentlichen Einrichtungen und alles was im Bund, Land oder den Gemeinden und den Parteien an Geld bekommen bzw. ausgegeben wird, muß öffentlich einsehbar sein. Dann wäre das Problem wahrscheinlich erledigt.

SoundofThunder
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🤔

So steht es eh im Artikel. Und es gibt eh eine Transparenzdatenbank. Die Verstaubt in einer Schublade.

wischi_waschi
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Regierung

Alle die dabei sind , gehören vor dem Richter.....
Ist immerhin unser hart verdientes Steuergeld!!!!!

schetzgo
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Gar nicht!

Da spielen alle mit ..

Kulak
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Wozu braucht man überhaupt eine Presseförderung?

Die österreichischen Zeitungen machen keine Recherchen mehr (Ausnahme: Falter, der nimmt aber keine Presseförderung) und schreiben alle dieselben Agenturmeldungen ab, aufgehübscht mit ein paar Meinungskolumnen, die sich inhaltlich auch kaum mehr unterscheiden.

Ich sehe keinen Mehrwert für den Steuerzahler. Weg damit!

Journalisten könnten sich umschulen lassen und den Fachkräftemangel in Tourismus und Pflege beheben helfen.

weinsteirer
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Da braucht

Nichts objektiviert werden!
Gänzlich abschaffen ist die einzige Lösung
Jedes Ministerium hat eine Homepage

Und Gemeinden machen es perfekt mit einer Gratis Gemeindeapp vor
Z.B GEM2GO

Heike N.
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Bei Homepage

Muss ich an den KH Grasser denken, der ist ja schon einen Schritt weiter und in erster Instanz wegen Korruption verurteilt. Was war da gleich mit der Homepage?

 
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