Razzia im KanzleramtDie Grünen haben die Wahl zwischen Pest und Cholera

Die grüne Erzählung, sie seien der stabile Part in der Regierung, der die Aufklärung der gegen den Kanzler erhobenen Vorwürfe durch eine unabhängige Justiz garantiert, verfängt nicht mehr - ein nettes Narrativ, der den Machterhalt argumentativ untermauert.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© 
 

Man stelle sich vor, die Grünen wären in Opposition. Sie wären die Ersten gewesen, die den Rücktritt des Kanzlers wegen geschönter Umfragen, die dem Finanzministerium verrechnet wurden, gefordert hätten.

Kommentare (24)
stellaharry
1
1
Lesenswert?

Das (?) Narrativ

Besser einmal im Duden nachschlagen und Artikel genauer nach Fehlern überprüfen.

joulrich
6
8
Lesenswert?

Die Grünen haben keine Wahl

Bleiben sie nach der Veröffentlichung der Chatprotokolle mit Kurz und Team in der Regierung kommt das einer kompletten Selbstaufgabe und Bankrotterklärung gleich.
Den Spin von Kurz, dass er von allen den Machenschaften nichts wusste glaubt sowieso hoffentlich niemand.

hfg
5
21
Lesenswert?

Trotzdem

Trotz der Koalitionstreue bzw. Haft - haben die Grünen bisher doch viel in der Regierung umgesetzt. Auch sind ihre Minister/innen durchaus mehr als Regierungsfähig. Ich persönlich würde es bedauern und für sehr schädlich halten wenn sie diese Regierung beenden müssten bzw. würden. Es gibt leider in Österreich keine auch nur annähernd gleichwertigen Alternativen.

Sam125
10
9
Lesenswert?

Ganz einfach wäre es,wenn die Grünen die Regierungszusammenarbeit mit Türkis


aufkündigen und wir mittels Neuwahl eine neue Regierung wählen!Bitte vor was haben die Grünen Angst? Es kann ja eh nur besser werden für SIE!Und noch was,wie glaubwürdig sind die Grünen, wenn sie jetzt nicht "Nägel mit Köpfe" machen und sie sich zwar mit der Opposition einig sind,dass Herr Kurz zwar "gehen" muss,sie aber trotzdem mit ihm zusammenarbeiten wollen? Wie glaubwürdig ist das?

voit60
7
5
Lesenswert?

Warum Neuwahl

Es gäbe eine solide Mehrheit und der türkise Sumpf kann trocken gelegt werden

melahide
7
6
Lesenswert?

Also

geht man davon aus, dass ÖVP/FPÖ nach einer allfälligen Wahl eine Mehrheit hätte? So quasi „ja, wir sind halt so. Ihr wisst es, is e wurscht“?

rochuskobler
59
22
Lesenswert?

Sofortige Neuwahlen,

..die Kurz wieder gewinnt und die Grünen sind weg. Damit ist auch der unfassbar teure Klimaschutzspuk vorbei. Endlich ein wahrer Befreiungsschlag!

future4you
13
44
Lesenswert?

Übergangsregierung Nr. 2

bis alles von den Gerichten geklärt ist. Allerdings eine, die nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet.

grundner10
5
9
Lesenswert?

Undemokratisch

Wieder eine Regierung, die nicht das Resultat demokratischer Wahlen wäre. Das wird gewünscht? Wirklich?

X22
0
0
Lesenswert?

Da die Verfassung auf demokratischen Wurzeln basiert, ist es eben auch für den Ausnahmefall einer Übergangsregierung, diese als demokratisch anzusehen, der Fall müsste jedoch nicht eintreten, würde Kurz zurücktreten und ein neue Frau oder Mann an seiner Stelle treten.

Es wäre verhandelbar, würde die ÖVP jemanden haben! Da die ganze Strategie der ÖVP, plötzlich heißt sie wieder so, auf Kurz aufgebaut ist fällt es schwer, fällt Kurz, fällt die ÖVP, selbst Neuwahlen mit Kurz würde nicht den Erfolg bringen, für die jetzigen FPÖ-Wähler, sprich "Kurz muss weg", wäre es keine Alternative wenn Kurz wiederantritt, für Wechselwähler zwischen Grün und Övp sieht es so ähnlich aus, die Frage ist auch wieviele der nicht Stammwähler und die der redlichen Stammwähler würden die Partei mit Kurz noch wählen.
Die Vorkommnisse sind einfach zu logisch, da passt fasst jedes Puzzleteil ins andere, auch wenn es strafrechtlich zu keiner Anklage gegen Kurz kommen würde, wie will sich die Partei selbst reinwaschen, Gelder sind geflossen, Berichte erschienen, und es waren Personen die der ÖVP nahestehen, selbst Strache hat es im Video angedeutet wie es abläuft, also würde die ÖVP mit und ohne Kurz einiges an Prozentpunkte verlieren.
Für mich wäre es, wäre ich die ÖVP, die logischste Variante, man bliebe an der Macht mit einem anderen Gesicht, die oder der sich beweisen könnte bis zur nächsten Wahl.
Da ich bekannterweise ja Grünwähler bin, wäre ich mit dieser Variante zwar nicht zufrieden, jedoch man könnte weiter politisch an den Projekten arbeiten und umsetzen, zwar noch immer als Underdog jedoch noch immer besser als das Ganze nicht zukönnen. Und bei Neuwahlen ist schwer einzuschätzen was passieren wird

Toyota11000
12
25
Lesenswert?

bleiben sie

sind ihnen 5% bei der nächsten Wahl sicher.

wjs13
27
20
Lesenswert?

Die Grünen können die Regierung nur in selbstmörderischer Absicht stürzen

Wenn sie nach Neuwahlen überhaupt wieder ins Parlament kommen sind sie Pariah wie die FPÖ. Links geht nichts, die ÖVP, egal on türkis oder schwarz, nimmt die sicher nicht mehr, bleibt also nur eine GROKO und vor der hatten wir nun wirklich genug.
Die liebgewonnene Regierungsarbeit könnten sie nach einem Regierungssturz könnten sie auf ewige Zeiten vergessen.

Zwiepack
10
17
Lesenswert?

Je nach Wahlbeteiligung können sie auch dazugewinnen

Nach Öko-Steuerreform & Klimaticket sowie Sauberkeit in der Justiz haben die Grünen sicher kein Mobilisierungsproblem.

Ob die Schwarzen alle geschlossen brav die Krot' schlucken und für die ÖVP zur Wahl gehen, lässt sich schwer sagen.

Gosch'n halten, Hände falten und ÖVP wählen hat hoffentlich ein Ablaufdatum!

SagServus
5
25
Lesenswert?

Wenn sie nach Neuwahlen überhaupt wieder ins Parlament kommen

Woher kommt eigentlich immer die Annahme, dass die Grünen wieder aus dem Parlament fallen?

Die Grünen liegen seit der Wahl, trotz sämtlicher Skandale um die ÖVP, stabil um die 10-12%. Das ist im Grunde genau das Niveau das sie immer haben.

Wieso sollten die Grünen also genau jetzt durch Neuwahlen 6% verlieren? Ist der Tenor nicht eher genau in die Richtung, dass sie eher verlieren würden wenn sie sich weiterhin an den Futtertrog klammern?

Ist also wohl eher Wunschdenken einiger Türkiser als Strafe, dass man den heiligen Sebastian in den Rücken gefallen ist.

robertpustritz
16
42
Lesenswert?

Die Türkisen

haben keine Mehrheit weder jetzt noch nach einer Wahl. Die anderen Parteien müssen sich jetzt zusammen tun und die ÖVP endlich in die Opposition schicken.

SagServus
4
16
Lesenswert?

Die Türkisen haben keine Mehrheit weder jetzt noch nach einer Wahl.

Die Türkisen stehen laut der letzten Umfrage im Profil vom September bei 35% und hätten eine Mehrheit mit der SPÖ und FPÖ. Die OGM Umfrage im Kurier schaut da nicht viel anders aus.

Somit würde sich eine Mehrheit gegen die ÖVP nur in Zusammenarbeit mit der FPÖ ausgehen und bedarf einer 4er Koalition.

Sollte man darauf Wetten wollen, wäre es wohl weitaus sicherer, das Geld auf eine ÖVP/FPÖ Koalition zu setzen als das SPÖ, Grüne und Neos eine Koalition mit der FPÖ zusammenbringen.

hfg
0
3
Lesenswert?

Die Frage ist

Wer die Umfrage in Auftrag gab, welches Ergebnis vorgegeben wurde und vor allem ausweichen Steuersäckel sie bezahlt wurde. Wer dann davon profitiert wird dann als Auftraggeber angeklagt.?

SagServus
0
2
Lesenswert?

...

Natürlich könne ma jetzt so tun als wäre jede Umfrage parteigesteuert und das auch OGM und Unique Resarch gleich opperieren wie Resairch Affaires.

Nachdem aber die anderen Meinungsforschungsinstitute breit veröffentlichen und keine Exklusivdeals haben, wo die Umfragen in gewissen Punkten immer verdächtig abweichen, wird das Problem wohl doch eher wo anders liegen.

robertpustritz
7
17
Lesenswert?

Die Umfrage

vom September kann man kübeln. Was glauben werden die ehemaligen Blauwähler vom Kurz jetzt machen? Ein paar anständige Schwarze werden wohl daheim bleiben oder zu den neos gehen. Kurz lässt alle seine Leute fallen, ein paar werden sich nicht für ihn einsperren lassen...

doriangray
0
0
Lesenswert?

Und da Kurz im ORF-Interview seine Freunde opfert...

... werden die jetzt alle zum plaudern anfangen. Heia Safari! Das gibt, wie bei schwarzblau I, den Gerichten Stoff für Jahre.

SagServus
1
20
Lesenswert?

...

Ich wage zu bezweifeln, dass die ÖVP dermaßen abstürzt, dass sie nicht stimmenstärkste Partei wird.

Vor allem, weil die Wähler der ÖVP eher zur FPÖ zurückgehen werden oder zu Hause bleiben.

So lange die SPÖ nicht vom Fleck kommt, hat die ÖVP nichts zu befürchten.

Und bei der SPÖ ist zu befürchten, dass die, anstatt den Elfer zu verwerten, wieder eine Obmann Debatte (beim Doszkozil durchaus zu erwarten) starten.

wiwo64
0
5
Lesenswert?

@servus

Zu ihrem letzten Satz: Leider haben sie da recht.

GordonKelz
14
30
Lesenswert?

Die Rechnung die der Kanzler NIE ....

geschrieben haben will....schreiben jetzt hoffentlich die WÄHLER!
Gordon

seinerwe
18
35
Lesenswert?

Kogler ist ein Realist

Die grüne Basis hat schon einmal die Partei ins Nirgendwo katapultiert.
So viel grüne umsetzbare Politik hat es noch nie gegeben.
Es darf nicht sein, dass Beamte eine Regierung stürzen können. Beweise, ein ordentliches Gerichtsverfahren...
das ist demokratisch.