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Machtkampf in der FPÖHofer oder Kickl? Länder verschieben die Frage auf später

FPÖ-Chef Norbert Hofer hat auf die Ansage seines Klubobmanns Herbert Kickl, er würde als Spitzenkandidat "zur Verfügung" stehen, zurückhaltend reagiert. Die Länderchefs wollen die Frage vorerst offen lassen. In Tirol zeigte man allerdings offen Sympathien auch für Kickl.

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© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Keine Reaktion auf Herbert Kickls "Anmeldung" für die Kandidatur als Spitzenkandidat, eine Absage für Kickls Vorschlag einer Vier-Parteien-Regierung aus FPÖ, SPÖ, NEOS und Grünen als Alternative zu einer Neuwahl: "Ich bin kein Freund einer Regierungszusammenarbeit mit den Grünen", sagte FPÖ-Chef Norbert Hofer.

Über Kandidatenlisten wird gesprochen, sobald es Wahlen gibt.

FP-Chef Norbert Hofer

Klubobmann Kickl hatte zuvor im Interview mit "oe24.TV" zu einer möglichen Spitzenkandidatur gesagt: "Natürlich würde ich zur Verfügung stehen." Zuletzt hatte Parteiobmann Norbert Hofer betont, auf jeden Fall als Listenerster bei einer allfälligen Neuwahl anzutreten. "Über Kandidatenlisten wird gesprochen, sobald es Wahlen gibt", lautete nun der knappe Kommentar Hofers dazu.

"Optimum herausholen"

"Ich bin natürlich motiviert, einen Beitrag zu leisten, dieses Land wieder in eine Situation zu bringen, wo nicht der Schwanz mit dem Hund wedelt", sagte Kickl zur Möglichkeit, selbst FPÖ-Spitzenkandidat zu werden. Diese Entscheidung werde aber "als letzte Entscheidung fallen, um ein Optimum vor dem Hintergrund der jeweiligen strategischen Überlegungen herauszuholen".

Österreich ist nicht Hohenems.

Als Alternative zu einer Neuwahl hatte Kickl zudem eine Vier-Parteien-Regierung aus FPÖ, SPÖ, NEOS und Grünen als Möglichkeit ins Spiel gebracht. Mit Rache am ehemaligen Regierungspartner ÖVP habe das nichts zu tun, "sondern mit dem Herstellen eines Normalzustandes". "Österreich ist nicht Hohenems", meinte Hofer dazu in Anspielung auf die dortige blau-grüne Koalition.

Zurückhaltung in den Ländern

Mit Zurückhaltung haben die freiheitlichen Landesparteichefs die Frage nach der Spitzenkandidatur bei einer allfälligen Neuwahl beantwortet. Der Tiroler FPÖ-Landeschef Markus Abwerzger kann sich Kickl "prinzipiell sehr gut" als Spitzenkandidat vorstellen. Dieser habe "in der Vergangenheit bewiesen, dass er ein guter FPÖ-Spitzenrepräsentant ist". Derzeit stelle sich die Frage nach der Spitzenkandidatur aber nicht, merkte Abwerzger gegenüber der APA an.

Wer schlussendlich in eine allfällige Wahl gehe, werde sich zeigen. Man habe in der FPÖ ja "das Glück, dass es sehr viele gute Kandidaten gibt". Er könne und wolle sich deshalb auch noch nicht festlegen. "Die Frage, ob ich mir Herbert Kickl als FPÖ-Spitzenkandidaten vorstellen kann, würde ich aber mit einem klaren 'Ja' beantworten, meinte Abwerzger.

Der burgenländische Landesparteichef Alexander Petschnig will sich aktuell nicht den Kopf über dieses Thema zerbrechen: "Man sollte darüber reden, wenn eine Wahl ansteht." Die Diskussion geistere durch den Blätterwald, meinte er. Wenn mehrere Kandidaten zur Verfügung stünden, würde darüber im Bundesparteivorstand abgestimmt. "Ich kann persönlich mit beiden gut. Beide sind sehr fähig", erklärte Petschnig zu Kickl und Hofer. Favoriten will er keinen nennen, das käme dann auf die tatsächliche Situation an.

Die Frage, ob ich mir Herbert Kickl als FPÖ-Spitzenkandidaten vorstellen kann, würde ich aber mit einem klaren 'Ja' beantworten.

Markus Abwerzger

Udo Landbauer, Landespartei- und Klubobmann der FPÖ Niederösterreich, zeigte sich am Dienstag angesichts der Diskussion "froh, dass wir in der FPÖ mehrere Personen haben, die für so eine Funktion mehr als geeignet wären". Eine Partei mit nur einem potenziellen und guten Spitzenkandidaten "wäre ohnehin zum Scheitern verurteilt", sagte er am Rande einer Pressekonferenz. Wenn die Diskussion anstehe, es also "Richtung Neuwahlen" gehen sollte, "dann werden wir das in den Gremien auch besprechen und dort, wo es hingehört, auch beschließen".

In der steirischen FPÖ wollte man am Dienstag zur laufenden Debatte ebenfalls nicht konkret Stellung nehmen. "Diese Frage hat jetzt nicht Priorität. Bei uns stehen Themen wie die drohende Einstellung der Flugverbindung Graz-Wien und Gesundheitsfragen am Programm", wurde aus dem Büro des steirischen FPÖ-Obmanns Mario Kunasek abgewunken.

Gar nichts zur Debatte wollte auch der Wiener FPÖ-Obmann Dominik Nepp sagen, auch vom Kärntner Landesparteiobmann Gernot Darmann gab es keine Stellungnahme.

Kommentare (28)
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vanhelsing
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Pest oder

Cholera???!!!

mahue
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Manfred Hütter: keiner ist da oder weg

Wenn die FPÖ eine interne Säuberung von Mitgliedern macht, die bedenkliches Gedankengut verbreiten, muss sie sich neu aufstellen mit vernünftigen Mitgliedern, die es sicher gibt, aber im Moment von den Polterern unterdrückt werden, sind viele FPÖ-Abgeordnete Geschichte.
Am Besten wäre die Auflösung der jetzigen Partei, Aber Splitterparteien ab Knittelfeld haben auch nichts gebracht, sind alle gescheitert. Und der FPÖ traue ich, wenn sie so weiter macht, diesen Weg in die politische Geschichte zu.

koko03
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Grauslicher Anblick 🤑🤑🤑

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Stony8762
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Kickl gehört aus dem Weg geräumt! Mit seinem Ceaucescu-Spruch ist er zu weit gegangen!

voit60
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Aus Sicht der Türkisen klar

Ohne Kickl tun die sich mit einer neuen Koalition mit dem Wunschpartner mit dem schwachen Hofer viel leichter. Hätte nie gedacht, dass das Vorhandensein eines Kickl's mir einmal passt. Ohne Kickl würde der Kurz sofort wechseln, Gespräche soll es ja schon gegeben haben.

GanzObjektivGesehen
5
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Mögliche Mutationen einer Regierungskoalition:

Folgende Gespräche werden laut Informationen aus unbekannter aber verlässlicher Quelle geführt:

SPÖ-NEOS
SPÖ-ÖVP
ÖVP-FPÖ

Die GRÜNEN führen im Moment offenbar keine Gespräche. Vielleicht arbeiten sie ja in der Zwischenzeit, statt Planspiele zu veranstalten.....

Miraculix11
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Aus ebenso unbekannter aber verläßlicher Quelle

werden auch folgende Gespräche geführt:
SPÖ- Grüne
Grüne -KPÖ
ÖVP - Neos
und alle mit Putin :-)))

rochuskobler
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Hofer ist weg und Kickl ist da

..das ist schon längst Realität. Kickl wird es auch sein, der der Rendi Wagner bei Neuwahlen ihren Lebenstraum erfüllt und sie zur Bundeskanzlerin macht. Dieser Frau ist jedes Mittel recht, nur um endlich Kanzlerin zu werden. Diesbezügliche Verhandlungen gibt es ja schon, zwar höchst geheim, aber es gibt sie.

Lodengrün
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Einfach @rochus plaudern

ohne Substanz. Bin kein Sozi und habe nie Ambitionen ihrerseits dahingehend gehört. Im Gegenteil. Sie sagt die Regierung solle arbeiten. Sie hat sich auch beratend bei der Pandemiebekämpfung mitgewirkt. Der Vorschlag viel zu testen kam von ihr, wurde vom Kanzler zunächst abgewimmelt, dann aufgenommen um sich zuletzt als Impfweltmeister feiern zu lassen.

rochuskobler
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Völlig daneben

..gelegen ist die sogenannte Expertin beim 2. Lockdown, wo die Fallzahlen über 9000 lagen, und sie dagegen gestimmt hat. Dann hat sie behauptet, von der Schule geht keine Gefahr aus - ein völliger Unsinn. Den Vogel abgeschlossen hat sie zum Schluss, als die Zahlen zwar hoch waren, aber die Regierung die Situation im Griff hatte, und sie österreichweit einen harten Lockdown gefordert hat. Sie lag auch da daneben. Was ist das für eine Expertin?

Lodengrün
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Möchte

nicht ausführen was Kurz alles gesagt hat. Wie effizient Masken wären. 😆

rochuskobler
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Kein Experte

Kurz hat nie behauptet, er wäre Experte, während die Fr. Rendi ihr sogenanntes Expertentum immer heraushängen lässt. Das aber keines ist, wie es sich hinterher immer herausstellt.

GustavoGans
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Wer Rendi-Wagner wählt

will sicherlich keinen Kickl in der Regierung sehen

rochuskobler
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Es wird sich nicht ausgehen

..ohne Kickl.

satiricus
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Alles geht - nur kleine Kinder nicht ;-)

Diesen Komplexler braucht niemand!

Think_simple
6
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Lebenstraum

Also, das wird der Doskozil schon zu verhindern wissen - mit seiner plumpen und destruktiven Art treibt er die Roten beständig in Richtung Einstelligkeit. Wäre kein Wunder, wenn er dann nach der Wahl zu den Blauen wechselt um einen Ministerposten zu erhalten, und dort wäre er auch gut aufgehoben (also, bei den Blauen, nicht beim Ministerposten). Außer großkotzig reden und alle anderen als Idioten darstellen hat er nichts drauf, eigene Ideen, reale Lösungsansätze? Nö, Fehlanzeige.
Teamfähigkeit (und eine solche ist in einer Demokratie, insbesondere in einer Koalitionsregierung nicht unwichtig) Fehlanzeige.

GustavoGans
8
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Da könnten sie sich irren

Ich bin kein Fan der SPÖ ( Weil sie als "Arbeiterpartei" eigentlich nichts für die Arbeiter macht - eigentlich macht die SPÖ nur Politik für ihre Mitglieder.)
Aber, wenn die ÖVP weiterhin ein einziger S**Haufen bleibt und die SPÖ sich besinnt für was und wen sie steht, dann könnte es mit der SPÖ schnell aufwärts gehen.

voit60
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Was die Türkisen für Unselbständige tut

sieht man am GUST den Wöginger, der ja nebenbei auch noch ÖAAB-CHEF ist.

Think_simple
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Arbeiterpartei

...und ich würde die alte Begrifflichkeit "Arbeiterpartei" gegen eine zeitgemäße "Arbeitnehmerpartei" ersetzen, namentlich und vor allem inhaltlich.
Die Zeiten der Industriellen Revolution sind vorbei, die Wirtschaft hat sich hin zu den Dienstleistungen gewandt, es gibt mehr Angestellte und weniger Arbeiter, aber die Probleme sind geblieben bzw. neue entstanden: Pauschal-Verträge, 40h Wochen die in real 50+ entsprechen, dank neuer Medien auch Arbeit zu Hause in der Freizeit, Entwicklung Lohn- und Lebenserhaltungskosten etc., da gäbe es genug aktuelle Themen jenseits vom etwas abgedroschenen Klassenkampf....

Lodengrün
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Man stellt sich

wiederholt die Frage wie man nur einen von den beiden Herren wählen kann. Was spricht für sie? Vielleicht kann man dies einmal hier diskutieren denn ich bin ratlos.

voit60
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Lodengrün

klar ist dir aber schon, sobald der Kickl weg ist, ist der Weg vom Hofer Richtung Kurz wieder sehr frei. Im Moment verhindert dieser Kickl zumindest diese Option der Türkisen.

Miraculix11
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Und wozu brauchen die Türkisen diese Option?

Optionen brauchen doch diejenigen die in die Regierung wollen. Die Türkisen sind schon dort.

Lodengrün
4
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Ich @voit

befürchte das Du richtig liegst. Der Pinkafelder isst doch aus jeder Schüssel die ihm geboten wird. Und wenn man Mutti verkaufen muss, dann verkaufen wir Mutti. Was man auch immer gegen Kickl hat, und das ist beträchtlich, er ist in seinen Dingen konsequent und daher berechenbar. In dieser Zeit fällt mir auch der HC ein. Er nahm den Hut ohne wenn und aber. Sicher nicht ohne die Zusage von Kurz die Koalition fortzuführen. Das dieser bei jeder Gelegenheit umfällt war dem Strache damals halt auch noch nicht geläufig. Er hätte aber hören müssen, dass man die Wahlplakatflächen schon geordert hatte.

GustavoGans
11
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SPÕ und die Grünen

würden nie im Leben mit einer Hofer FPÖ zusammengehen. Und schon gar nicht mit einer Kickl FPÖ.
Und für ÖVP sarf dich einen zukünftigen Wahlsieg nicht allzu sicher sein.
Rendi-Wagner hat zuletzt ihre Verbissenheit abgelegt und kommt immer lockerer rüber.
Und nachdem Teile von der ÖVP denken, der österreichische Arbeitnehmer ist der Sklave von der Wirtschaft, ist es durchaus möglich, das die SPÖ sich stark erholt.
Denn die FPÖ wird sicherlich so schnell in keiner Regierung mehr sitzen. Also wird der österreichische Arbeitnehmer schauen, dass seine Stimme keine verlorene Stimme wird.

dieRealität2020
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Phantasie oder Science Fiction? Oder österreichische Untergansstimmung bei der FPÖ? Oder noch schlimmer Träume.

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Auch wenn man Unwahrheiten noch so oft wie eine tibetanische Gebetsmühle heruntergeleiert oder noch so soft dreht und wendet, es wird nicht zur Wahrheit. Bedeutungs- und wertlos im Detail auf Themen und Kommentare der FPÖ einzugehen. Von Tag zu Tag und von Thema zu Thema stehen sie schon seit langer Zeit zu sich selbst im Widerspruch.
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Die NR Wahlen werden ihnen und den oppositionellen Konsorten zeigen, dass sie "vom Rücken an der Wand und im Graben stehend" sich nicht einfach wegbewegen können. Die nächste Koalition und Regierung wird die alte sein. Vor die geifernde und keifende hysterischen und hasserfüllten Anfeindungen von Kurz haben sie übersehen, was sich in der Geschichte Österreichs immer wieder abgespielt hat. Ich sage nur Waldheim.
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Ich bin der Ansicht das bis dato die Kurz Gegner die Rückkoppelung übersehen haben. Ich kann mir vorstellen, dass sie begonnen haben sich selbst ins Knie zu schießen. Das zu einem Wahlergebnis für ÖVP und GRÜNE führen wird. Zu wünschen wäre es.

Patriot
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@dieR. ...: Sind Sie im wirklichen Leben auch so ein Träumer?

Träumen'S weiter!

 
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