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Millionenklage der Casinos-ChefinPeter Pilz bittet um Spenden für Online-Medium ZackZack

Die Klage von Casinos-Chefin Bettina Glatz-Kremsner bringt Peter Pilz' Online-MediumZackZack in finanzielle Bedrängnis. Der Gesamtumfang der Klage inklusive der begehrten Urteilsveröffentlichung belaufe sich auf mehr als 900.000 Euro - „eine Millionenklage, mit der wir mundtot gemacht werden sollen“, so der ehemalige Nationalratsabgeordnete Pilz.

Peter Pilz braucht Spenden
Peter Pilz braucht Spenden © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Das Online-Medium ZackZack, gegründet von der Liste JETZT (Herausgeber: Peter Pilz), startet wegen der Klage von Casinos-Chefin Bettina Glatz-Kremsner einen Spendenaufruf. Der Gesamtumfang der Klage inklusive der begehrten Urteilsveröffentlichung auf oe24 belaufe sich auf mehr als 900.000 Euro - "eine Millionenklage, mit der wir mundtot gemacht werden sollen", moniert der ehemalige Nationalratsabgeordnete Pilz.

"Wir brauchen jetzt Geld, weil wir's selbst nicht haben", so Pilz in einem Video auf zackzack.at, in dem auch er Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erneut massiv kritisierte. Pilz' Medium wolle genauso wie die von Kurz kritisierte Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) die "türkise Wahrheit" ans Licht bringen. Es gehe um den Rechtsstaat, die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit, so Pilz.

"Ehrenrührig"

Casinos-Austria-Chefin Glatz-Kremsner ist wegen eines Online-Artikels von ZackZack gegen die Plattform vor Gericht gezogen. Der Bericht mit dem Titel "Millionen für Kurz-Vize - Bettina Jackpot" wurde am 21. Jänner veröffentlicht. Laut Klage ist der Text "ehrenrührig, kreditschädigend reißerisch und gröblichst ehrabschneidend", wie Glatz-Kremsners Anwalt Gerald Ganzger der APA Ende Jänner sagte. Neben der Urteilsveröffentlichung auf zackzack.at strebt der Anwalt auch eine Urteilsveröffentlichung auf oe24.at und oe24.TV an, weil Pilz dem Medium ein Interview zu der Causa gegeben hat.

Das, sagt Pilz, könne sich ZackZack nicht leisten. Glatz-Kremsner wolle laut Klagsschrift, dass der Urteilsspruch zwei Monate lang auf der ganzen Startseite von oe24.at erscheint. "60 Mal die ganze Titelseite von oe24.at - das ist sachlich nicht erklärbar. Aber finanziell. Gemeinsam mit einer Entgegnung im TV kostet das mehr als 900.000 Euro", rechnet das Online-Medium vor.

Der alleinige Streitwert der Klage beträgt rund 38.000 Euro. Darauf wies auch Casinos-Sprecher Patrick Minar am Mittwoch auf APA-Anfrage hin. "Wir begehren eine Urteilsveröffentlichung." Was diese kostet, sei im Falle einer Verurteilung Sache der beklagten Partei. Minar erklärte weiters, dass nicht die Casinos Austria, sondern Glatz-Kremsner persönlich ZackZack geklagt habe.

Kommentare (49)

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Estarte
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RECHT HAT MIT GERECHTIGKEIT NICHTS ZU TUN UND RECHT HABEN HEI?T NICHT RECHT BEKOMMEN.....

"Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat." - Friedrich Dürrenmatt

"Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muß auch mit der Justiz rechnen." - Dieter Hildebrandt

dendro1
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Unmöglich

Österreich wird immer mehr Amerikanisch. Dort kann jeder auch jeden Müll klagen. Es ist nur traurig,dass gewisse Politiker absolut keine Wahrheit vertragen. Ich höre jetzt auf sonst setzt es Klagen. Aber ich hoffe auf die Justiz.

adidasler
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Es ist ja interessant, dass...

...der Hr. Pilz selbst anscheinend glaubt im Unrecht zu sein, denn sonst bräuchte er keine Verurteilung fürchten und keine Spenden sammeln. Aber für solche Dinge sind (ehem.) Politiker anscheinend prädestiniert: Fehler machen und die Strafe solidarisieren wollen!

UHBP
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@adi...

Kurz zahlt die Strafe für Wahlkampfkostenüberschreitung ja auch aus Steuermittel.
Die ÖVP hat die ganze HYPO dem Steuerzahler aufs Auge gedrückt. Die Banken, u.a. Raiffeisen, haben sich dadurch Milliarden erspart und konnten sich dann auch noch den damaligen Finanzminister leisten.

Weltreisender
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Hat

Mr. Aluhut seinen Mund einmal zuviel aufgemacht? Ich freue mich.

ChihuahuaWelpe56
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Es brauch jemanden, der die dreckigen Dinge in der Politik und Wirtschaft aufdeckt!

Sonst machen es die Satiriker wie Jan Böhmerman! Wir erinnern uns an Strache? Der wäre nie gegangen, wenn es nicht den Druck durch die Öffentlichkeit gegeben hätte!

orbil
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Vorbei ist das Verstecken hinter der Immunität ..


.. und das Diskreditieren von anderen Leuten!

Lebt der eigentlich immer noch in einer Gemeindebau-Sozialwohnung?

Die Grünen werden für den wohl auch nicht mehr spenden!

rochuskobler
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Hygiene

...endlich ist dieser Krakeeler von der politischen Bühne verschwunden. Eine politische Hygienemassnahme, die der Wähler herbei geführt hat und die nur zu begrüßen ist. Ich hoffe fest, das niemand diesem Spendenaufruf folgt und der Pilz sich selber „vergiftet“.

UHBP
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60 Mal die ganze Titelseite von oe24.at - das ist sachlich nicht erklärbar.

Sollte Pilz gewinnen, muss BGK 60 Tage lang auf jeden Lotto-Schein aufdrucken: Spielt Lotto und geht ins Casino, sonst bekomme ich keine €400.000 Pension im Jahr und meine Jahresgehalt von €1.400.000 ist auch in Gefahr!

GiPriRoCam
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Hoffentlich

gewinnt er auch! Leuten, die Ihr gegen Pilz anstinkts, seid froh, dass es jemanden gibt, der sich traut, Kritik zu üben. Die Sauereien, die unsere lieben, "feinen" Politiker am laufenden Band produzieren, machen Ö zu ein ekelhaftes Sumpf von Korruption, Betrug, Lug, Steuergeld-Verschwendung, etc.!!!

Cirdan
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Bekomme ich mein Geld zurück,

wenn die Klage abgewiesen wird bzw. der mögliche Prozess gewonnen wird?
Oder will da wer Geld einsackeln...

UHBP
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@cirdan

Du gehörst wahrscheinlich zu jenen, die BGK noch unterstützen, damit sie nicht am Hungertuch nagen muss, nachdem ihre Pension jetzt auf €400.000 im Jahr gedeckelt wurde - nach Recherchen von Pilz, davor waren es über €700.000.

Cirdan
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@uhbp

Das war nicht meine Frage! Ob jemand Dreck am Stecken hat, mögen unabhängige Gerichte entscheiden.

UHBP
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@cirdan

Habe nicht geglaubt, dass du diese Frage wirklich ernsthaft gestellt hast.

Stadtkauz
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Man soll halt das Maul nicht zu weit aufreissen

wenn einem das Wasser bis zum Hals steht und man darüber hinaus keine politische Immunität genießt. Ich hoffe, es kommt zu einer schmerzlichen Verurteilung. Der Stil des Peter Pilz ist in der österreichischen Politik entbehrlich.

Airwolf
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Geld

Geld.

wintis_kleine
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Es ist ja nicht der Streitwert der Klage

der Hier Kopfzerbrechen bereitet, sondern die überbordende Forderung der Veröffentlichung.
Zitat: "60 Mal die ganze Titelseite von oe24.at - das ist sachlich nicht erklärbar."
Und weiss vermutlich jemand mit (sehr) viel Geld sicher wie man jemanden mit weniger Geld ganz schnell zum schweigen bringen kann.

strohscw
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"eine Millionenklage, mit der wir mundtot gemacht werden sollen"

Hinter der Imunität eines Abgeordneten hat es sich halt auch sehr leicht polemisiert.
Nun, Herr Pilz, als normaler Bürger müssen auch Sie Ihre öffentlichen Vorwürfe beweisen können, wie wir alle. Können Sie es, dann haben Sie ja kein Problem. Wenn nicht, dann haben Sie Grenzen überschritten und müssen dafür gerade stehen. Auch andere haben Rechte. Willkommen zurück im Rechtsstaat.

untrpos
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Ich hab nicht viel

Aber spende gerne dafür damit sich die Reichen in Zukunft nicht mehr alles erlauben können

wollanig
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Spendens nur,

wenn er nicht verurteilt wir hat er sicher trotzdem Verwendung für die Kohle.

pink69
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Hoffentlich

machens diesem Ungustl endlich seine Plattform zu.

auer47
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Lernprozess

Pilz wird lernen müssen, dass man ohne Schutz der Immunität seine Behauptungen auch beweisen können muss. Und da wird er verdammt viel lernen müssen und verdammt viel Lehrgeld zahlen müssen. Höchste Zeit übrigens.....

Letschi01
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...

Wenn an den Vorwürfen nichts dran ist und es sich um ordentlichen, fundierten Journalismus handelt, braucht er sich ja keine Sorge machen. Wenn man aber jemanden grundlos anpatzt hat mam auch die Konsequenzen zu tragen.

stadtkater
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In Österreich

bedeutet Recht haben noch lange nicht auch Recht bekommen!

selbstdenker70
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...

Sein alter Freund Fellner wird ihm schon 3% Skonto geben....

b6f59ac9dcde3ccfd1b2869f43b2477
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ich weiß nicht,

was an der Veröffentlichung einer netten Pensionsvereinbarung so "ehrabschneidend" sein soll, noch dazu, wo dieser Begriff im Zusammenhang mit Politikern vielleicht grundsätzlich problematisch sein kann.
Kreditschädigend würde ich das jetzt auch nicht sehen, im Gegenteil, wenn man die Zahlen kennt, ist besagte Frau doch höchst kreditwürdig!
60-mal den Urteilsspruch auf Seite 1 zu veröffentlichen, so ein Urteil hat es nmW in Österreich noch nie gegeben, für sooo wichtig sollte sich besagte Dame wohl nicht halten!
Was passiert denn eigentlich, wenn sie verliert? Kann PP dann seinerseits die Urteilsverkündigung 60 auf Seite 1 verlangen?

 
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