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Gernot Blümel ÖVP gegen Kickl als Minister: "Wurscht auf welchem Sessel"

Wiens VP-Chef Gernot Blümel im "Kurier": Die ÖVP deutet an, dass sie Herbert Kickl nicht nur als Innenminister, sondern gar nicht mehr als Partner akzeptieren will. FPÖ warnt vor Schwarz-Grün.

Gernot Blümel und Herbert Kickl bei einem Ministerrat im April
Gernot Blümel und Herbert Kickl bei einem Ministerrat im April © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
 

Die ÖVP deutet an, dass sie Herbert Kickl nicht nur als Innenminister, sondern gar nicht mehr als Partner akzeptieren will. "Die FPÖ hat sich entschieden, den Weg nicht mit uns, sondern mit Kickl zu gehen - gegen uns. Wenn dieser Weg weiter verfolgt wird, ist völlig wurscht, auf welchem Sessel Kickl sitzt, das geht sich dann einfach nicht aus", sagt Wiens VP-Chef Gernot Blümel im "Kurier".

Sowohl Ex-Kanzler Sebastian Kurz als auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen haben zuletzt eine Rückkehr Kickls ins Innenministerium ausgeschlossen. Blümel führt nun auch den bei der FPÖ seit 2005 gebräuchlichen Slogan von der "sozialen Heimatpartei" gegen Kickl ins Treffen. Dieses Diktum sei ein "sozialistisch-nationalistisch angehauchtes", befindet Blümel. Außerdem stelle sich die Frage, ob die FPÖ das Ibiza-Video weiterhin als "b'soffene G'schicht" abtuen werde. "Wenn diese Linie bleibt, kann sich das nicht ausgehen."

Kickl möchte wieder Innenminister werden

Kickl selbst meint indessen in einem Interview mit der "Kronen Zeitung" (Sonntag-Ausgabe), dass er nach der Wahl wieder Innenminister werden möchte. "Außerdem soll mir jemand erklären, warum ich zwar nicht Innen-, aber zum Beispiel Sozialminister werden könnte. Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen", so der geschäftsführende FP-Klubchef. Als Koalitionsbedingung nennt er seine Rückkehr ins Innenressort aber nicht direkt. "Koalitionsbedingung muss für uns sein, dass wir so wie in der Vergangenheit Schlüsselressorts in einer Bundesregierung besetzen. Das Innenministerium ist eines davon, denn irgendwelche Regierungs-Adabeis zu sein interessiert uns nicht", so Kickl.

FPÖ warnt vor Schwarz-Grün

FP-Generalsekretär Harald Vilimsky weist Blümels Aussagen unterdessen zurück: "Die gezeigte Strategie, die Freiheitliche Partei und ihre Wähler in einen Hofer- und einen Kickl-Block auseinanderzudividieren, wird nicht aufgehen." Kickl habe fantastische Arbeit geleistet. In Wahrheit gehe es der ÖVP nicht ihn, sondern um das Innenministerium, so Vilimsky, der den Ex-Partner am Weg Richtung "Schwarz-Grün" sieht.

Kommentare (61)

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Apulio
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Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl,

vieles was jetzt gesagt und geschrieben wird hat nach der Wahl keine Gültigkeit mehr, wenn es um den Bundeskanzler geht kann es leicht sein dass Kurz umfällt und Kickl auch als IM wieder akzeptiert.

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wintis_kleine
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Man muß wohl festhalten,

dass es Herrn Kurz nur allzurecht war, dass Ibiza "passiert" ist.
So konnte er sich genau derer entledigen, die er für seine Person und seine Wiederwahl als gefährlich einstufte.
Nicht gerechnet hatte Herr Kurz natürlich damit, dass auch er im hohen Bogen aus dem Sessel geschossen wird, wobei er durch abermals perfekte Inszenierung es verstand, sich hier nicht nur als Messias sondern auch noch als Märtyrer darzustellen.
Dass Herr Kurz damit wieder einmal einen großen Teil der ÖsterreicherInnen einlullen konnte, ist genau so bemerkenswert wie traurig.
Und die "neue ÖVP" wird sich hüten, einen wie Kickl abermals ein Amt einnehmen zu lassen, da ihnen dieser Mann zumindest im medialen Bereich allemal gewachsen ist (was man derzeit leider von NIEMANDEN anderen behaupten kann).
Nun kann man FPÖ Sypathisant sein oder nicht (ich bin es jedenfalls nicht); jedenfalls muss man Kickl zu gute halten (und das zu schreiben fällt mir wirklich nicht leicht) dass er sich hinstellt und sich seiner Äußerungen bewußt auch wissentlich ins Kreuzfeuer der Kritik begibt - eine gewisse Art von Ehrlichkeit, auch wenn die inhaltliche Message oftmals unterirdisch war.

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schteirischprovessa
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Da gibt es viele Dinge, die es an Kickl zu kritisieren gibt,

z. B. bei Umfärbungsakionen die vormaligen roten Färbungen getoppt zu haben. Die Pferde zu kritisieren zeigt nur, dass man kaum über den Tellerrand rausblickt, die gibt es in vielen großen Städten mit Erfolg, vor kurzem erst in Sevilla gesehen. Auch der hier kritisierten 1,50 Euro Lösung ist zuzustimmen, man sollte sie mit dem Sold von Grundwehrdienern und Zivildiener koppeln. Aber mit seiner Rhetorik und seinem an Streifen an den extrem rechten der politischen Bandbreite hat er in einer Regierung nichts verloren.

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Apulio
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Von 2000 bis 12.2017

gab es nur Innenminister von der ÖVP, so viel rot kann es bei der Übernahme von Kickl nicht mehr gegeben haben, außerdem hat IM Strasser von der ÖVP in der Zeit schon fest umgefärbt.

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Lodengrün
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Die Pferdebrigarden

werden überall poco a poco reduziert und wenn nur bei Großveranstaltungen wie Fußball eingesetzt. Und von Natur rennt kein Pferd gegen Menschen. Und bei € 1,50 machen Sie Gewissenserforschung.

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schteirischprovessa
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Hab ich gemacht und dabei die Situation

von Zivis/Grundwehrdienern und Asylwerbern verglichen, auch unter der Berücksichtigung von zu erbringenden Leistungen.

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Arthurd63
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Menschen wie Kickl nie mehr in Regierungsfunktion - Diese Ansage der Türkisen macht Sinn.

Dann kann sich Kickl auf seine Kernkompetenz zurückziehen: dem Schreiben gehässiger Reime

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helmutmayr
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Schreiben ?

Pony reiten !

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Lodengrün
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Kickl

ich brauche ihn nicht und beginnend bei den Euro 1,50 bis zu den Pferdchen ein Albtraum und trotzdem muss ich anerkennen. Er arbeitet mit offenem Visier, ist berechenbar. Kurz, Bluemel, Koestinger, Woeginger und Anhang haben irre Spielchen auf Lager, täuschen die Bevölkerung, lügen uns an und haben ein Ziel, - die Interessen ihrer Klientel zu befriedigen. Allein die Tatsache das Kurz 15 Millionen für die Wahl aufgenommen hat und jetzt uns erklärt das wäre passiert ist an Frechheit kaum mehr zu übertreffen. Die haben keine Minute daran gedacht diesen Rahmen zu halten, - sie gingen "all in". Und diese mediale Gehirnwäsche hat mit der Kanzlerschaft doch den erwünschten Erfolg gebracht.

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forumuser1
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Köstlinger

ist nicht der Rede wert.
Hat die irgendwelche Fähigkeiten?!

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harri156
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„Wenn die ÖVP Dritter wird,

gehen wir in Opposition!“ ........

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Patriot
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Selbstverständlich geht alles in Richtung Schwarz/Blau.

Ohne Kickl. Dem wird das aber in Wirklichkeit völlig egal sein. Er bleibt Klubobmann (€ 13.000.-) und bekommt von der FPÖ noch ein Parteiamterl (geschätzt € 10.000.-). Das wird ihn zufriedenstellen.

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BernddasBrot
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Blümel

ist in seinen bisherigen Interviews nur durch Präpotenz und Überheblichkeit aufgefallen. Er ist genauso überflüssig wie Kickl.

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voit60
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Es soll aber jemanden geben

der ihn gern hat.

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BernddasBrot
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pssst

nichts weitersagen..

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Lodengrün
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Würden Sie einem

Herrn Blümel einem Herrn Kurz Ihr Leben anvertrauen. Sie sagen sie tun es nicht? Dann denken Sie nochmals nach wie sehr er in seinen Entscheidungen über Ihre Zukunft entscheidet.

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checker43
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Hoffentlich

kapiert es die FPÖ langsam, dass man mit der Forderung, Kickl müsse wieder in die Regierung, ein totes Hottehü reitet. Die Sache ist gestorben.

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Bond
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Klare Sache

Dann ist alles klar. Es wird wieder eine ÖVP/FPÖ Koalition geben. Sollte jeder Wähler wissen.

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voit60
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Müssen die Schwarzen eigentlich immer in der Regierung sitzen

32 Jahre sollte einmal reichen. Wurde schon einmal ein Dritter Kanzler.

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Balrog206
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Hätte

sogar einen gewissen Charme aber dann die Sozen u die Fp auch nicht !

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archiv
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Die Meldungen dieser türkisen ....

.. "Pfosten" sind so etwas von grenzwertig - wer soll dieser Chaotentruppe noch vertrauen?

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Zapfenstreich
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Wenn jemand solche Wortspenden von sich gibt,

ist es die Frage, wer hier der "Pfosten"ist

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forumuser1
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@Zapfenstreich

stimmt! Man sollte - in bei der Einschätzung von Blümel - höflich bleiben und die Tatsache nicht benennen.

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Katschy
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Die ÖVP

gibt sich ganz ihrem Größenwahn hin! ;-)

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Seiddochnettzueinander
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Danke Strache

Pfosten der Nation

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Lodengrün
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Sie verscherzen es sich mit allen

gehen wohl davon aus das sie eine Alleinregierung haben werden. Nun gut an Überheblichkeit mangelt es nicht. Nur, bei Kurz ist schon so ziemlich der Lack ab, sein Winkelspiel durchschaut, seine Großspurigkeit erkannt und welchen Herren er dient gesehen.

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