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Innenministerium durchforstet Ressort nach Kickl-Weisungen

Die neue Führung im Innenministerium will anscheinend noch genauer wissen, was der ehemalige Ressortchef Herbert Kickl (FPÖ) hinterlassen hat. In E-Mails, welche der APA vorliegen, fordern die fünf Sektionschefs ihre Mitarbeiter auf, nach möglichen Weisungen, die noch nicht vollständig umgesetzt sind, zu suchen. Aus dem Innenministerium hieß es, dies geschehe im Rahmen einer "Bestandsaufnahme".

© APA
 

Auch nach den Ministerwechseln aufgrund der Regierungskrise seien Weisungen Kickls im Ressort - ohne mit den betroffenen Führungskräften in der Sektion zu sprechen - umgesetzt worden, heißt es in den E-Mails. Rechtlich sei jedoch klar, dass ein Ministerwille oder eine Weisung "bis zu einem contrarius actus", also einer Gegenmaßnahme, fortwirkt - "auch über die Amtszeit des BM (Ministers, Anm.) oder etwa auch den Tod des Weisungsgebers hinaus".

Dem will man im Innenministerium nun offenbar entgegenwirken. Die Sektionschefs fordern in dem Schreiben ihre Mitarbeiter nun auf, nach weiteren derartigen Weisungslagen des Ministers, des Kabinetts oder des Generalsekretärs zu suchen, die noch nicht vollständig umgesetzt sind. Die Frist für die Suche ist, geht es nach den Mitteilungen der Sektionschefs, bereits am Dienstag abgelaufen.

Im Innenministerium konnte man den Rundruf nicht bestätigen. Ein Sprecher von Minister Wolfgang Peschorn vermutete jedoch auf Nachfrage der APA, dass es sich dabei um einen Teil der ohnehin schon angekündigten "Bestandsaufnahme" handeln könnte, wonach Ministeriumsprojekte auf deren Sinnhaftigkeit überprüft werden.

Kickl kritisierte indes die Suche nach noch nicht umgesetzten Weisungen: "Offenbar gilt das Credo, die Übergangsregierung solle nur verwalten und keine Beschlüsse der Vorgänger aufheben, nicht für das Innenministerium." Sollte Innenminister Wolfgang Peschorn wirklich alles rückgängig machen wollen, was er verbessert habe, werde das bis zur Bildung der neuen Regierung knapp, so Kickl.

Kommentare (3)

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Nixalsverdruss
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Die Infiltrierung mit "Kickl-Mitarbeiter"

Es ist Fakt, dass der Herr Innenminister Kickl um jeden Preis versucht hat, eine eigene "Stabsstelle" aufzubauen, um seine Ideologien zu festigen und langfristig abzusichern.
Hier gehört angesetzt - hier muss es Konsequenzen geben.
Das Innenministerium gehört mit Parteifreien besetzt. Der Einfluss einzelner Parteien muss unbedingt abgeschafft werden.

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fortus01
1
11
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Da gibt's noch viel mehr,

ich vermisse Berichte in der KLZ über die Leibwächter-Garde des Herrn Kickl (15 Mann des LVT Wien mit horrenden Überstundeabrechnungen),
über die tatsächlichen Kosten der unnötigen Pferdestaffel (2,5 Mio statt der angekündigten 600.000,-),
über den persönlichen Mitarbeiterstab des Herrn Kickl und des werten Herrn Goldgruber (ca. 48 Mann),
über die Gerüchte über den Aufbau eines "Geheimdienstes der FPÖ" innerhalb des IM, usw., usw.

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cleverstmk
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BIMAZ??

Der unseligste Minister aller Zeiten, dessen einziges Ziel es war, sein nach rechts verschobenes Weltbild zu festigen. Er berief sich immer auf die Mehrheit der Österreicher, und das mit 20% der Wählerstimmen. Also rechnen konnte er auch nicht, der BIMAZ!?

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