Die Klimakrise ist „ohne Verzicht zu bewältigen“, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Sehen Sie das auch so wie der Koalitionspartner?
SIGRID MAURER: Wer glaubt, die Klimakrise ohne Veränderung bewältigen zu können, lebt in der Steinzeit. Unseren Bäuerinnen und Bauern verbrennt die Ernte auf den Feldern, wir haben Überschwemmungskatastrophen, Tornados und Hitzewellen in den Städten, an denen Menschen sterben. Die Auswirkungen der Klimakrise finden nicht nur irgendwo bei den Eisbären auf den Polarkappen statt, sondern hier bei uns, in unseren überschwemmten Tälern und den hitzegeplagten Städten. Sie treffen uns alle. Die Menschen in unserem Land erwarten daher zu Recht von uns, dass wir handeln. Dazu haben wir uns auch in der Bundesregierung verpflichtet, das ist unser Auftrag.
Grüne Klubchefin Maurer
"Der Kanzler hat nicht erkannt, wie drängend das Problem in der Bevölkerung ist"
Sigrid Maurer, Klubobfrau der Grünen im Parlament, sieht Bundeskanzler Sebastian Kurz in der „Steinzeit“ und kritisiert den „fossilen Block“ in der ÖVP. Die Koalition
sei trotzdem intakt, sagt sie im Interview mit der Kleinen Zeitung.
© Markus Traussnig