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Coronavirus in ÖsterreichGesamte Ostregion von 1. bis 11. April im Lockdown

Während der ab Donnerstag, 1. April, geltenden "Osterruhe" muss an stark frequentierten Plätzen in Wien auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden. Niederösterreich und Burgenland folgen Beispiel Wiens und verlängern den Lockdown.

Sujetbild Lockdown
Sujetbild Lockdown © (c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
 

Am Donnerstag, 1. April, werden Wien, Niederösterreich und das Burgenland in eine “Osterruhe” geschickt. Das bedeutet, dass der Handel – mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken – zusperren muss und auch körpernahe Dienstleistungen wie Frisöre oder Freizeiteinrichtungen wie Zoos geschlossen bleiben müssen.

Wien hat den Lockdown Anfang der Woche bis 11. April verlängert, am Mittwochabend sind auch Niederösterreich und das Burgenland dem Wiener Beispiel gefolgt. Damit gilt der Lockdown in der gesamten Ost-Region bis 11. April.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte das mit der ausständigen bundesweiten Strategie und damit, dass man sich "solidarisch mit Wien" zeigen wollen. Das Burgenland betonte indes am Mittwoch einmal mehr, mit Niederösterreich und Wien eine gemeinsame Lockdown-Lösung finden zu wollen. Nachdem die Bundeshauptstadt die "Osterruhe" schon verlängert hat, wolle man sich mit Niederösterreich bis Freitag abstimmen, hieß es aus dem Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Es brauche einen Schulterschluss der Länder, wurde gegenüber der APA bekräftigt.

Die Bundeshauptstadt hat darüber hinaus noch schärfere Maßnahmen beschlossen. Zwar darf man die eigenen vier Wände weiterhin zur körperlichen und psychischen Erholung verlassen, an ausgewählten öffentlichen Plätzen gilt ab Donnerstag auch im Freien das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske.

Gelten wird die Maskentragepflicht an diesen fünf Locations:

  • Donaukanal: Uferbereich und Treppelweg im Bereich zwischen Friedensbrücke und Franzensbrücke
  • Schwedenplatz
  • Maria-Theresien-Platz bzw. Museumsplatz („MQ-Vorplatz“)
  • Karlsplatz: der Bereich umfasst den Resselpark, den Rosa Mayreder-Park, den Esperantopark und den Gerardipark
  • Stephansplatz: rund um den Dom und den Stock im Eisen-Platz bis zu den U-Bahn-Aufgängen

Beschilderungen vor Ort sollen auf die Maskenpflicht hinweisen. Die Wiener Polizei wird – gemeinsam mit dem Büro für Sofortmaßnahmen des Wiener Magistrats – in Schwerpunktkontrollen vor Ort sein.

"Wir verhängen diese Maßnahme nicht, um die Bevölkerung zu ‚sekkieren‘, sondern um die bereits bestehenden Regeln nachzuschärfen und damit das Infektionsgeschehen weiterhin zu verringern. Denn auch das Wiener Spitalswesen ist nicht unendlich belastbar", erklärt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch. 

"Nehmen Sie die Situation ernst, es geht um Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen. Auch junge Menschen sind durch die hochansteckenden Mutationen oft hart getroffen, mitunter mit mehrwöchigen Aufenthalten auf den Intensivstationen. Gehen Sie auf physische Distanz und halten sie – auch während der Osterfeiertage – sozialen Kontakt mit Ihren Angehörigen und Mitmenschen über die sozialen Medien und das Telefon", appelliert Ludwig an die Bevölkerung.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) legt am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auch Niederösterreich nahe, den Lockdown zu verlängern. "Wien und Niederösterreich sind so verschränkte Regionen, dass es gescheiter wäre, hier gemeinsame Entscheidungen zu treffen", so Hacker.

Keine Straßensperren, aber Schwerpunktkontrollen

Die Exekutive in Wien wird das Einhalten der Regeln jedenfalls verstärkt kontrollieren. So sollen verstärkte Polizeistreifen Gruppenbildungen verhindern. Stärkere Kontrollen sollen auch an den Ein- und Ausfahrten der Stadt stattfinden, insbesondere für den Fall, dass Niederösterreich und das Burgenland ab 6. April den Handel wieder öffnen sollte. Erlaubt ist laut Verordnung nämlich nur, die Stadtgrenze für Familienbesuche (eine Person darf einen anderen Haushalt treffen) oder zur Erholung im Freien zu überqueren. Einkaufsfahrten in andere Bundesländer sind aber verboten.

“Man darf sich jedenfalls nicht vorstellen, dass es Straßensperren in allen betroffenen Bundesländern geben wird, das wäre auch personell nicht umsetzbar. Dennoch muss man aber jederzeit an allen Örtlichkeiten, besonders in der Ostregion, mit Kontrollen rechnen”, erklärt Harald Sörös, Sprecher des Innenministeriums, gegenüber “Wien heute”. Neben stichprobenartigen Kontrollen an Hauptverkehrsrouten seien auch lokale Schwerpunktkontrollen geplant, mit Unterstützung von der Autobahnpolizei und Zivilstreifen. Kontrollen wird es auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, also in Bus und Bahn, geben. 

“Es geht immer darum, als Angehaltener oder als Beamtshandelter etwas glaubhaft zu machen. Sprich: Man muss dem Polizisten oder der Polizisten glaubhaft machen, dass man der Verordnung nicht zuwiderhandelt. Und dann sind es auch Entscheidungen im Einzelfall, ob der Sachverhalt dementsprechend glaubhaft wirkt oder nicht”, so Sörös. Wird ein Verstoß gegen die Regeln festgestellt, droht ein Organmandat um die 100 Euro oder eine Anzeige.

 

 

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Danke für Ihr Verständnis.

mtttt
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Wirtschaftlicher Abgrund

Ein Haufen Poster wollen das Problem nicht mehr sehen. Tenor: ich mach nicht mehr mit. Das ist unser Hauptproblem. Pfeif auf Massnahmen, pfeif auf Hygiene in Firmen. Das Nichteinhalten von Hygienemassnahmen lässt das Virus siegen. Bis genug Impfstoffe da sein wird, ist ein weiterer Sommer verloren. Ihr Querdenker, Pfeif drauf Typen.. die Opposition wird euch nach dem Absturz in den wirtschaftlichen Abgrund weich auffangen. Alles wird gut und Mannah wird vom Himmel fallen.

Schwoazasteira92
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Zahlenspiele

Wieso lassen sich noch immer soviele durch diese nichtssagenden Zahlen, die das Fundament für den Dauerlockdown bilden, verrückt machen? Positiv Getestete sind nicht gleich krank.

KarlZoech
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@ Schwoazasteira92: Ja, nicht alle positiv Getesteten sind krank.

Leider sind immer noch "genügend" krank, sodass Spitäler und vor allem die Intensivstationen weit überlastet sind.

Also lassen Sie bitte solche Verharmlosungsversuche!

walterkaernten
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bund und länder generell

1.
Wenn der BUND was entscheidet, dann sagen die LÄNDER:
Wir sind näher bei den bürgern und wissen besser was gut ist.

2.
Jetzt können die länder entschieden und dann sagt t die LANDESHAUPTFRAU im ORF , dass das gesundheitsministerium schuld ist. Einfach UNFÄHIG ( Es gilt die unschuldsvermutung)

3.
DOSKOZIL hat gestern richtig gesagt, dass wir SPUTNIK akzeptieren sollen, denn wenn arbeiterINNEN aus UNGARN und der SLOWAKEI, SPUTNIK geimpft, zu uns kommen, passt das ja auch.

4.
Ich sehe bei der bundesregierung probleme , aber die LÄNDER bringen ja auch fast NICHTS zusammen.
DESHALB:
So ein kleines land die ÖSTERREICH benötigt :

KEINE EXTRA BUNDESPRÄSIDENTEN (Die SCHWEIZ hat auch keinen)
KEINEN BUNDESRAT
KEINE LÄNDER als politische verwaltung
und und und

Mit dem ersparten strassen sanieren und schulden zurück zahlen.

Marli86
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Genau!

Nichts hinzuzufügen

zeus9020
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WAS FÜR EINE FRECHHEIT

so lange mit der - LÄNGST FÄLLIGEN - Entscheidung zuzuwarten und sich dann darauf auszureden, dass die Mediziner nicht zur rechten Zeit die Zahlen geliefert haben.
Frau Landeshauptfrau von NÖ, sie lügen und betreiben Demagogie auf Kosten der Bürger! DAS gehört zum miesesten, was ich in den letzten politischen Jahrzehnten erlebt habe... PFUI TEUFEL! 😡

bam313
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Wo ist denn Charly Schähammer?

Ich vermisse ihn schon auf den Pressekonferenzen.

covi
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Daumen nach unten

Schön langsam zweifle ich am Geiste so mancher Daumen Drücker

wischi_waschi
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Augenauswischerei

Es geht nur mehr um Schikane....
Ich mache sicher nicht mehr mit...