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Corona-RegelnSo wollen die EU-Länder auf einen gemeinsamen Nenner kommen

EU-Botschafter loten in Brüssel Bereitschaft zur besseren Zusammenarbeit aus. "Gemeinsames Interesse" an Leitlinien für alle.

© AFP
 

Gesundheitsangelegenheiten sind Sache der Mitgliedsländer, die EU hat in diesem Bereich kaum Kompetenzen und kann daher keine verpflichtenden Vorgaben machen. Um das Durcheinander bei Corona-Maßnahmen und die völlig unterschiedlich fundierten Einschränkungen im Reiseverkehr auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, haben am Mittwoch die Botschafter der Mitgliedsländer das jeweilige Interesse und die Bereitschaft ausgelotet, hier gemeinsam vorzugehen. Ein wichtiger Schritt, der Anlass zur Hoffnung gibt.

Kommentare (5)

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Kristianjarnig
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Was ich seit über 20 Jahren von dieser EU als Österreicher, der auch viel im EU Ausland gelebt und gearbeitet hat.....

....das das wieder mal nichts wird.

Die EU hat bislang(und die EU, als Nachfolger der EWG, und das seit 1957) es weder geschafft einheitliche Standards für eine ländübergreifende Gesundheitspolitik(für Staatsbürger die im Ausland arbeiten besonders wichtig), Pensionspolitik oder gar eine einheitliche Steuerpolitik zusammenzubringen.

WEIL die EU eine Wirtschaftsgemeinschaft ist und es letztlich nur um Firmen und nicht um Staatsbürger geht. As simple as that. Der Mensch bleibt auf der Strecke, das merken diejenigen die immer brav im eigenen Land(also die Mehrzahl) verbleiben,in beruflicher Hinsicht, natürlich nicht.

Für alle anderen die die Idee der EU "leben"(und in meinen Augen ist es eine verlogene Idee weil man hier ganz einfach allein gelassen wird) und weil man das entsprechende "Skillset" und die entsprechende Ausbildung hat für die es auf dem Heimatmarkt bei weitem nicht genug Möglichkeiten gibt um seinen Beruf zu "erleben" da wird man dann sehr oft negativ überrascht. Für Verkehrsstrafzettel gibt es NATÜRLICH ein Abkommen, geht es dann um Gesundheit, Pension, Steuern gibt es nichts.

D.h. die Staaten belügen hier Bürger bzw. machen Dinge die ihrem eigenen Interesse mehr entsprechen.

Und jetzt geht es um Corona und einheitliche Regelungen? Wer glaubt das die Blindgänger das zusammenbringen wenn man sich die letzten 6 Monate mal so im Kopf revue passieren läßt?

Ich entschuldige mich für meine harten Worte. Aber die EU ist derzeit(und das seit mittlerweile 63

Kristianjarnig
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Jahren)...

eine reine Wirtschaftsgemeinschaft die Firmeninteressen vertritt. Sonst aber auch gar nichts.

Ich habe in meine Beruf, vor dem EU Eintritt von Ö, eben zig Währungen in Kuverts mit mir mitgetragen und habe meinen Paß vorzeigen müssen(meist nicht einmal das am Flughafen) um einzureisen.

Seit über 20 Jahren ist Ö nun bei dem "Haufen" und was hat sich geändert? Kein(stimmt eigentlich nicht weil es immer wieder Schengen Ausnahmen gibt) Reisepaß und nun der Teuro. Also keine Kuverts mehr mit EU Währungen. Super.

Reife Leistung für 63 Jahre. Immerhin versuchen wir uns nicht mehr gegenseitig zu erschlagen/erschießen. Muß man wohl als positiven Punkt vermerken, sonst gibt es ja nicht viel wie uns Corona eindrucksvoll bewiesen hat(D beschlagnahmt Waren für die andere Staaten bereits bezahlt haben usw.).

Und jetzt werden die Jungs(und Mädels) also eine einheitliche "Coronapolitik" organisieren.

Effective date? 2120?

Kristianjarnig
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Mir ist bewußt das nur ein Bruchteil der Bevölkerung die EU "erlebt"...

...darum verstehe ich auch die zu erwartenden zig negativen Bewertungen.

Leider fehlt den meisten der Einblicke mit was man sich als Auslandsösterreicher rumschlagen muß und wieviele Probleme einem hier in den WEg gelegt werden.

Aber. Man lernt die EU, abseits vom Urlaub, richtig kennen. Und dann ist alles nicht mehr so toll.

Aber erhalten Sie sich Ihre Illusion das die EU auf einem guten Weg ist. Der Mensch braucht das wohl. Und ich stimme zu, es wäre sehr schön wenn es so wäre was leider nicht der Fall ist.

47er
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Leider in allen drei Beiträgen bittere Wahrheit.

Man hätte es bei der EWG belassen können, den EU-Bürgern wurde nur die Pseudo-Reisefreiheit und der Teuro als Betäubungspille gegeben. Und verschwiegen, dass sich auf leisen Pfoten der amerikanische Kapitalismus ausbreitet, der Mittelstand immer mehr schwindet und bei der Unterschicht beide Elternteile flott arbeiten müssen und trotzdem arm bleiben.

dude
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Jedes gemeinschaftliche Vorgehen...

... gegen dieses globale Corona-Problem ist zu begrüßen!
Nationalstaatliche Alleingänge bringen nur Chaos und Unsicherheit. Es ist absurd, wenn ein Land gegenüber einem anderen bilateral eine Reisewarnung ausspricht und das eigene Nachbarland dies nicht tut. Reisewarnungen für ganze Länder sind ohnehin zu überdenken. Meistens treten die massiven Corona-Probleme geballt und lokal auf. Diese Bezirke/Regionen/Städte/Ortschaften sollten dann national und international gleichermaßen als rote Zonen ausgerufen werden, für die eine Reisewarnung zu gelten hat. Die restlichen Teile des Landes sollten sowohl von In-, als auch von Ausländern unbehelligt bereist werden dürfen!
Dies wäre ein europäisches Vorgehen!
Aber schön, dass sich dahingehend etwas bewegt!