Früher, da lebte man mit den Bergen. Oder besser: Man koexistierte. "Die Leute", sagt Hans-Peter Stauber, "sind nicht auf die Berge gestiegen. Was sollten sie auch dort?" Einzig, wenn sich das Vieh verrannt hatte, musste ein Senn ihm nach in die Höhe, erzählt er. Freiwillig aber stiegen nur Jäger hinauf, zur Gamsjagd. Die Lust am Gipfelsieg war lange Zeit bescheiden; Berge, so sagte man, wären sinnlos. Der französische Alpinist Lionel Terray sagte einst: "Bergsteigen ist das Schönste, was es gibt. Aber es ist auch das Tun des Unnützen", erzählt Stauber und zitiert das letzte Buch Terrays, 1965 selbst in den französischen Voralpen in den Tod gestürzt: "Die Eroberung des Unnützen."