Österreichweite InitiativeErfolgsprojekt für Menschen mit psychischen Belastungen droht das Aus

500 Menschen österreichweit werden ohne alternatives Betreuungsangebot zurückgelassen, kritisieren Experten.

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© (c) iStock (lorenzoantonucci)
 

Die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind für viele Menschen enorm und durch die Corona-Pandemie noch einmal deutlich angestiegen. Das Projekt „Klinisch-psychologische Behandlung und Kunsttherapie im Rahmen von fit2work“ des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP) bietet seit sieben Jahren österreichweit Menschen mit psychischen Belastungen im Arbeitskontext kostenlose klinisch-psychologische Behandlung und Kunsttherapie an und trägt damit nachweislich zur Verbesserung der Lebensumstände und der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Betroffenen bei. Fast 10.000 Klientinnen und Klienten wurden so in den letzten Jahren betreut. Heuer waren es 1.200 . Jetzt ist das Erfolgsprojekt mit dem Aus bedroht, so das BÖP am Donnerstag in einer Aussendung.

Die Erfolge des Projekts

Reduktion von Krankenhausaufenthalten bei 60 Prozent der Betreuten, von Arztbesuchen bei 43 Prozent und der Einnahme von Psychopharmaka bei 40 Prozent.

Positives Gesundheitsverhalten bei 98 Prozent.

Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit bei 89 Prozent.

Rückgang der schweren Depressionen um rund die Hälfte.

"Trotz enormen Bemühungen in den letzten Monaten seitens des BÖP sind das Arbeitsministerium und die Pensionsversicherungsanstalt aktuell nicht dazu bereit, das Projekt zu verlängern. Sie tun dies, obwohl den aktuell 500 KlientInnen im Projekt keine alternativen Betreuungsangebote zur Verfügung stehen und das Projekt nachweislich wirkt", kritisieren die Betreiber des Projekts.

 

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