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CoronavirusEin Überblick über die Verdachtsfälle in Österreich

Während in China die Zahl der Infizierten steigt, werden auch in Österreich immer wieder Verdachtsfälle gemeldet. Ein Überblick.

++ THEMENBILD ++ LABORUNTERSUCHUNG ZUM CORONAVIRUS
© APA/HANS PUNZ
 

Niederösterreich.
Hier wurde eine Frau ins Landesklinikum Mödling mit Symptomen eingeliefert. Sie habe nichts mit dem männlichen Patienten
zu tun, der ebenfalls eingeliefert worden war. Samstagnachmittag konnte in beiden Fällen Entwarnung gegeben werden. Allerdings gibt es seit Samstagnachmittag einen weiteren Coronavirus-Verdachtsfall.

Wien.
In Wien gab es am Samstag einen weiteren Coronavirus-Verdachtsfall. "Es handelt sich um eine junge Österreicherin, die sich 15. und 30 Jänner in der Nachbarprovinz von Wuhan aufgehalten hat", sagte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacke. Die Frau sei mit grippeähnlichen Symptomen ins Kaiser-Franz-Josef-Spital aufgenommen worden. Die Testergebnisse dürften spätestens am Sonntag vorliegen, sagte der Sprecher.

Ein chinesischer Tourist ist am Donnerstag kurz vor Mittag ins Wiener AKH gekommen und hat über Halsschmerzen und Fieber geklagt. Er wurde unter Einhaltung der Hygienebestimmungen mit der Rettung ins Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) gebracht, wo er nun getestet wird, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Der Mann stammt aus Shanghai und war am 26. Jänner aus China kommend nach Budapest gereist. Am Mittwoch war er nach Wien weitergefahren. Bei ihm handelt es sich mittlerweile um den siebenten Verdachtsfall zum Coronavirus in der Bundeshauptstadt.

Bei den vorhergehenden sechs wurde jeweils Entwarnung gegeben.

Oberösterreich.
Am Freitag hat sich bei einem Oberösterreicher Verdacht auf das Corona-Virus ergeben, wie das Gesundheitsministerium auf seiner Hompage mitteilte. Er war von einer Reise aus Peking zurückgekehrt und wies Anzeichen einer Erkältung auf. Am Samstagnachmittag wurde bekannt, dass die Laborergebnisse negativ ausfielen. Bei ihm hat sich der Verdacht nicht bestätigt.

Ansteckungsverdächtige Personen

Ansteckungsverdächtige Personen sind einer Verordnung des Gesundheitsministeriums zufolge Menschen, die in der jüngsten Vergangenheit unmittelbaren Kontakt mit einem Verdachtsfall hatte.

Seit vergangenem Samstag gibt es für das Coronavirus eine Meldepflicht im Verdachts- und Krankheits- und Todesfall. Sollte beispielsweise ein Verdachtsfall durch einen Arzt an die Behörde gemeldet werden, tritt die Behörde in Kontakt mit dem betroffenen Patienten, um im Gespräch herauszufinden, mit wem er Kontakt hatte. Bei diesen Kontaktpersonen kann es sich um ansteckungsverdächtige Personen handeln.

Geregelt ist die Definition eines  "Ansteckungsverdächtigen" laut Gesundheitsministerium in Paragraf eins der Absonderungsverordnung.

Demnach gelten als ansteckungsverdächtig Menschen solche Personen, "die zwar keine Krankheitserscheinungen aufweisen, bei denen jedoch bakteriologisch nachgewiesen ist, dass sie als Träger des Krankheitskeimes anzusehen sind, oder bei denen sonst feststeht oder erfahrungsgemäß anzunehmen ist, dass sie der Ansteckung ausgesetzt waren und die Weiterverbreitung vermitteln können".

Vorarlberg.
In Vorarlberg gab es einen ersten Corona-Verdachtsfall. Die betroffene Person wurde isoliert, Blut- und Abstrichproben wurden zur Untersuchung an das Virologische Institut nach Wien geschickt. Laut Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher handelt es sich um eine Reiserückkehrerin aus China, die über die typischen Symptome klagte. Die junge Frau sei vorsorglich per Infektionstransport in das Landeskrankenhaus Hohenems eingeliefert und dort isoliert worden. Bisher handle es sich lediglich um einen Verdachtsfall, betonte Grabher. Beratungen der Kontaktpersonen hätten bereits stattgefunden. Doch auch in diesem Fall gab es am Samstag Entwarnung. Die Frau wurde negativ getestet und konnte aus dem Landeskrankenhaus Hohenems entlassen werden.Salzburg.
Für die Verdachtsfälle in Salzburg gab es am Samstagnachmittag Entwarnung. Sie alle haben sich nicht mit dem Erreger infiziert. Am Freitag klagte eine Salzburgerin, die mit ihrem Mann von einer Schiffsreise Ende Jänner aus China zurückgekehrt war, klagte über Kreislaufprobleme und Durchfall und suchte deshalb am Donnerstagabend das Uniklinikum Salzburg auf. Dort werden sie und auch ihr Mann auf der Isolierstation betreut. Der Verdachtsfall ist noch nicht bestätigt.

Am späteren Freitagnachmittag vermeldeten die Salzburger  Landeskliniken zwei weitere Corona-Verdachtsfälle. Es handelt sich ein Paar im Alter von 30 und 31 Jahren. Sie ist Chinesin, er Österreicher. Die beiden waren in Shanghai auf Heimaturlaub, sagte Kliniken-Sprecher Wolfgang Fürweger. Beide sind mit leichten Atembeschwerden bei der internen Notaufnahme erschienen.

Alle vier Personen in Salzburg, die in den vergangenen Tagen im Uniklinikum unter Beobachtung gestanden sind, haben sich nicht mit dem Erreger infiziert.