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CoronavirusKeine Panik, aber auch keine Masken mehr

In Österreich gibt es drei neue Verdachtsfälle zum Coronavirus, aber keinen bestätigten Erkrankungsfall. Schutzmasken sind österreichweit vergriffen.

CHINA-HEALTH-VIRUS
© (c) APA/AFP/NOEL CELIS (NOEL CELIS)
 

Obwohl es in Österreich weiterhin keinen Erkrankungsfall durch das neue Coronavirus gibt, hat Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Montag einen Einsatzstab im Innenministerium einberufen. "Alle relevanten Gruppen sind zusammengekommen", sagte der Ressortleiter.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonte, dass mit den drei Fällen in Frankreich das Coronavirus zwar in Europa angekommen ist, dass dies aber "kein Grund für Panik ist". Vielmehr sei es ein Grund für erhöhte Vorsicht und gute Vorbereitung für einen etwaigen Erkrankungsfall. Österreich sah er dafür gut gerüstet, man könne "nicht besser vorbereitet sein". Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) richtete eine Info-Hotline zum neuartigen Coronavirus ein. Experten beantworten Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr Fragen zum Coronavirus.

Neue Verdachtsfälle

In Österreich gibt es drei neue Verdachtsfälle zum Coronavirus. Zwei Patienten wurden aus Wien gemeldet, eine Person steht in Klagenfurt unter Quarantäne. Unterdessen wurde am Montag bekannt, dass eine zweite Frau, bei der der Verdacht einer Infektion bestand, negativ getestet wurde. Die chinesische Staatsbürgerin war am Sonntagabend im Krankenhaus aufgenommen worden.

Chronologie: Coronavirus auf dem Vormarsch

31. Dezember: Erste Warnung aus Peking

Die chinesischen Behörden informieren die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über mehrere Fälle einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan, der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei. Ihren Angaben zufolge wurde der erste Fall bereits am 12. Dezember registriert. Der Erreger der Krankheit sei unbekannt

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Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Großmarkt für Fische und Meeresfrüchte, auf dem aber auch andere Tiere wie etwa Ratten, Krokodile, Schlangen und vor allem auch Zibetkatzen angeboten wurden. Zibetkatzen sind in China eine Delikatesse, von der vermutlich der Erreger der gefährlichen Lungenkrankheit SARS stammt, an der in den Jahren 2002/2003 über 700 Menschen weltweit starben.

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7. Jänner: Neues Coronavirus als Erreger identifiziert

Laut WHO gelingt es chinesischen Experten, den Erreger zu identifizieren. Er gehört demnach zur großen Familie der Coronaviren, die harmlose Erkältungen auslösen können - aber auch SARS.

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11. Jänner: Erster Todesfall wird vermeldet

Die chinesischen Behörden berichten von einem ersten Toten, einem 61-jährigen Kunden des Fischmarkts in Wuhan.

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13. Jänner: Beginn der Ausbreitung außerhalb Chinas

Die WHO bestätigt einen ersten Fall außerhalb Chinas; eine Patientin in Thailand, die aus Wuhan kam. Am 16. Jänner bestätigt Japan seinen ersten Krankheitsfall - einen ebenfalls aus Wuhan eingereisten Mann. In den folgenden Tagen melden Nepal, Australien, Malaysia, Singapur, Südkorea, Vietnam, Taiwan und schließlich auch die USA und Frankreich erste Krankheitsfälle.

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20. Jänner: Chinesischer Experte bestätigt Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Ein Mitglied der nationalen Gesundheitskommission Chinas, der weltweit anerkannte Experte Zhong Nanshan, erklärt, dass es erstmals auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus gegeben habe.

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22. Jänner: Behörden warnen vor Mutation des Virus

Die chinesischen Behörden warnen, dass der Erreger mutieren und damit deutlich ansteckender werden könnte.

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23. Jänner: Wuhan wird unter Quarantäne gestellt

Kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrs, das in China einer Völkerwanderung gleichkommt, stellen die Behörden Wuhan mit seinen elf Millionen Einwohnern unter Quarantäne. Peking sagt vorsorglich alle größeren Neujahrsfeiern ab.

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Die WHO beschließt nach einer zweitägigen Krisensitzung, vorerst keinen weltweiten Gesundheitsnotstand auszurufen. Zur Begründung heißt es, bisher gebe es außerhalb Chinas "keine Hinweise" auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch.

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25. Jänner: China weitet Maßnahmen massiv aus

In China werden weitere Städte isoliert. De facto stehen nun 56 Millionen Menschen unter Quarantäne. Im gesamten öffentlichen Verkehr der Volksrepublik werden Fiebermessstationen eingerichtet.

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26. Jänner: Erster Verdachtsfall in Österreich

Eine chinesische Flugbegleiterin wurde in das Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital gebracht. Die zuständigen Stellen und Wiener Krankenhäuser sind auf das Coronavirus vorbereitet. Auch aus Berlin wurde ein erster Verdachtsfall gemeldet.

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27. Jänner: Minister tagen, mehrere Verdachtsfälle

Im Innenministerium in Wien hat am Montagnachmittag der Einsatzstab zum Coronavirus getagt. Mit dabei waren alle Ministerien, Vertreter der Blaulichtorganisationen und der Bundesländer. In Österreich waren am Montag drei Verdachtsfälle bekannt, jedoch keine bestätigte Erkrankung. Zudem wurde eine Info-Hotline eingerichtet.

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28. Jänner: Erste Fall in Bayern bestätigt

Der erste Fall in Deutschland erweist sich als der erste bekannte Fall einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung außerhalb Asiens. Der 33-jährige Patient steckte sich nach Behördenangaben wohl bei einer aus China angereisten Kollegin an

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30. Jänner: Drastischer Anstieg der Erkrankten in China

Die Infektionen und Todesfälle durch die neue Lungenkrankheit in China haben den stärksten Anstieg innerhalb eines Tages gezeigt. Die Zahl der nachgewiesenen Patienten kletterte bis Donnerstag um rund 1.700 auf 7711. Auch wurden 38 Todesfälle verzeichnet, mehr als je zuvor in einem Tag.

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Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus und Notfallchef Michael Ryan zeigten sich besorgt über die "rapide Ausbreitung" der Lungenkrankheit.  Am Abend ruft die WHO in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" aus. 

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Am Montagvormittag wurden zwei österreichische Staatsbürger nach China-Reisen im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien behandelt. Die Frau und der Mann hatten sich unabhängig voneinander und selbstständig in Wiener Spitäler - einmal ins AKH und einmal ins Kaiser-Franz-Josef-Spital - begeben. Der Patient vom AKH wurde dann in die 4. Medizinische Abteilung im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital überstellt, wo auch die Frau ist.

Neue Info-Hotline der AGES

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat am Montag eine kostenlose Infoline für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern unter der Telefonnummer 0800-555 621 eingerichtet. In der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr (Montag bis Freitag) geben Experten der AGES aktuelle Informationen zu Übertragung, Symptomen und zur Vorbeugung des neuartigen Virus.

Die beiden Patienten befanden sich in einem allgemein guten Zustand und sind nicht schwer krank, hieß es aus dem Wiener Krankenstaltenverbund (KAV). Ob sie bei ihren China-Reisen in der betroffenen Provinz Hubei waren, muss erst geklärt werden. Sie werden beide auf der Isolierstation behandelt. Die auf Diagnose und Behandlung spezialisierte Abteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital hat jahrzehntelange Erfahrung und weist höchsten technischen Standard auf.

Montagnachmittag meldete dann auch Klagenfurt einen Verdachtsfall. Eine Person wurde unter Quarantäne gestellt, teilte die Stadtpresse Klagenfurt in einer Erstmeldung mit. Nähere Details lagen vorerst nicht vor. Zum weiteren Vorgehen hieß es, dass eine Probe eingeschickt wird, das Ergebnis wird für Dienstagfrüh erwartet.

Am Montag wurde auch bekannt, dass sich in der stark betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei derzeit zwei Österreicher befinden. Die beiden Männer wollen zurück nach Österreich. "Die Reisenden werden bei ihrem Ausreisewunsch von der österreichischen Botschaft unterstützt", sagte Außenministeriumssprecher Peter Guschelbauer am Montag auf APA-Anfrage. Die beiden Männer haben laut dem Sprecher "einmal einen beruflichen und einmal einen privaten Background" für ihre Reise nach China und haben sich temporär in der Provinz Hubei aufgehalten. Die beiden Männer weisen laut Guschelbauer keinerlei Krankheitssymptome auf. Insgesamt halten sich derzeit rund 3.000 Österreicher in China auf. Davon sind rund 2.300 Auslandsösterreicher und rund 700 Touristen.

Die deutsche Bundesregierung erwägt, ausreisewillige Deutsche aus China auszufliegen. Eine mögliche Evakuierung der rund 90 in Hubei aufhältigen Personen werde in Betracht gezogen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin. Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet. "Wir arbeiten sehr eng mit den europäischen Partnern zusammen", sagte Guschelbauer in Bezug auf die Heimreise der beiden Österreicher.

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Danke für Ihr Verständnis.

Ichweissetwas
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Schlimm genug, dass immer

neue Krankheiten auch zu uns, überschwappen, aber ich glaube nicht, dass die zwei Fälle in Wien harmlos sind....Die Wahrheit sagen sie nicht, da eine Massenpanik eintreten könnte!

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aToluna
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Massenpanik

Die versuchen schon Sie und unzählige Privatsender, die den ganzen Tag nichts anderes mehr melden, die ihre Reporter in die Regionen schicken, um von dort über die Gefährlichkeit des Virus zu berichten, natürlich ohne jeglichen Schutz. Wenn die zwei Fälle wirklich echt wären, warum sollte da eine Massenpanik ausbrechen, höchsten bei Menschen wie Ihnen!!! Inzwischen haben sich in Wien bereits über 8000 Menschen mit dem gefährlichen (kann für manche Menschen tödlich sein) Grippevirus Influenza A(H1N1)pdm09 infiziert. Gibt es deswegen eine Massenpanik?

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walter1955
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und genau

das ist es Panik machen,und dadurch werden wir von anderen Problemen abgelenkt

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Reipsi
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Selbstständig ins

Spital ist nicht gut , vielleicht noch mit der U-Bahn , bitte Hirn einschalten.

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Hazel15
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Bitte Hirn einschalten

Ja, und viele gehen so noch arbeiten, und legen die halbe Firma lahm. Das Grippevirus ist höchst ansteckend!! Hingegen ist die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus bei uns äußerst gering.

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