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Aufgelöste VerlöbnisseVerliebt, verlobt und getrennt: Sind Eheversprechen einklagbar?

Haben Verlobungen heutzutage mehr als einen symbolischen Charakter. Wir haben bei der Kärntner Spezialistin für Familienrecht, Sylvia Anderwald, nachgefragt.

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Eine Ehe ist ein Vertrag. Wer ihn bricht, muss mit Rechtsfolgen rechnen. Das wird den Menschen spätestens bei der Scheidung schmerzhaft bewusst. Eine Verlobung ist immerhin ein Eheversprechen. Versprechen werden mitunter aber leichtfertig gebrochen, wie jeder weiß. Hat auch das rechtliche Folgen? Wir haben dazu die Kärntner Rechtsanwältin Silvia Anderwald befragt. Sie sagt: "Die Rechtsgrundlagen der Verlobung sind im ABGB, im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch, geregelt. Eine Verlobung zieht grundsätzlich keine rechtliche Verbindlichkeit nach sich, ein Eheversprechen ist nicht einklagbar."

Die Auflösung einer Verlobung kann aber, wie Anderwald betont,  Schadenersatzansprüche nach sich ziehen, nämlich desjenigen Verlobten, der keinen Grund für den Rücktritt bzw. die Auflösung des Verlöbnisses gegeben hat. "Die Rechtsprechung erkennt darüber hinaus auch den Eltern, sonstigen Angehörigen aber auch dritten Personen, die in Hinblick auf das Verlöbnis Aufwendungen hatten (Geschenke, Organisation von Feiern etc), Ansprüche zu."

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