Bei der Gurke muss ich als Erstes immer an eine befreundete Schauspielerin denken. Die hat mir vor vielen Jahren beigebracht, dass man "Gurrrrke" mit dem Zäpfchen-"R" ausspricht. Also dabei nicht mit der Zunge rollt. Es hat doch einige Jahre Übung gebraucht, bis auch ich das grüne Gemüse im Rachen rollen konnte. Diesen mit Vergnügen runtergerutscht ist es aber ohnehin schon immer.

Die Gurke ist eben ein unglaublich vielseitiges Gemüse. Ob im Salat, als Zutat in Gin Tonic oder als Fingerfood – Gurke geht fast immer. Mit knapp 12 Kalorien pro 100 Gramm und einem Wasseranteil von stolzen 90 Prozent ist sie auch ein echtes Kalorienwunder, weil sie kaum welche hat. Dafür umso mehr enthalten: Vitamine und Mineralstoffe.

Und am allerwichtigsten: Sie lässt sich auch in der Küche herrlich verarbeiten. Aufgrund ihres feinen, dezenten Geschmacks sind Gurken wahre Alleskönner. Roh passen sie perfekt zu einer Jause und machen sich genial in Salaten. Allseits beliebter Dauerbrenner: Gurkensalat. Dünn gehobelte Gurkenscheiben, abgeschmeckt mit Zitronensaft, etwas Zucker, Salz und Öl sowie mit Dill gewürzt. Fertig.

Neben der Qualität der Gurke ist selbstverständlich auch die Frische und der perfekte Reifegrad wichtig
© Eisperle

Gurken schmecken aber auch gegart. Etwa in Form von geschmortem Gurkengemüse oder auch als Gemüsenudeln. Dafür die Gurken mit einem Sparschäler in dünne Streifen schneiden, kochen und mit Joghurt oder Obers, Dill, frischer Minze, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Ebenfalls einfach, aber sehr gschmackig.

Auch bei den Grazer Eisfans wird die Gurke sehr gut angenommen. "Gurke-Limette" ist nämlich eine der beliebtesten Sorten der Eisperle. Das vegane Eis von Gründerin Mariane Leyacker-Schatzl ist frei von künstlichen Farb-, Zusatz-, Aroma- und Konservierungsstoffen sowie industriellen Fertigmischungen. Zum Einsatz kommen dabei pflanzliche Milchsorten wie Hafer-, Kokos-, Soja- oder Reismilch sowie Zuckeralternativen wie Agavensirup, Kokosblütenzucker und Dattelsüße.

Leyacker-Schatzl setzt in ihrer beliebten Eisdiele vorrangig auf eher ungewöhnliche Geschmacksrichtungen. Basilikum, Mais, Karotten oder eben auch Gurke findet man da auf dem durchgestylten Anschlagbrett. Vor allem letztere ist laut der Eisperle-Chefin der Dauerbrenner.

Neben naturtrüben Apfelsaft sind auch Ingwer und Limetten Bestandteile des Eisperle-Gurkeneis
© Eisperle

Für den erfrischenden Geschmack im heißen Sommer essenziell ist selbstverständlich die Qualität. Reif muss sie sein. Und am besten schält man sie nur zur Hälfte und lässt einen Teil der Schale vor dem Zerkleinern auf der Gurke. Das sorgt für den gewissen Kick und überzeugt alle Schleckermäuler vor allem beim cremigen Abgang. Das Original-Rezept hat uns Leyacker-Schatzl nicht verraten, aber trotzdem eine gelingsichere Anleitung. Also: Bereit für die nächste Eiszeit?

Gerade in den heißen Sommermonaten ist Gurkeneis die perfekte Erfrischung
© Stefan Pajman