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TV-Tagebuch"Unten": So war der neue Wiener "Tatort"

Niemand wird sie je vermissen: Das ist vielleicht die bitterste Erkenntnis aus diesem starken neuen Fall im Obdachlosenmilieu. Heute im Fernsehen!

Tatort
Selbstbestimmte Figuren, atmosphärisch dicht in Szene gesetzt: Der neue "Tatort" aus Wien ist eine Empfehlung © (c) ORF (Philipp Brozsek)
 

Ihr Daheim ist die Straße: grindige Ecken, versoffene Tschecherln und verlassene Hallen. Der neue Wiener „Tatort“ im Obdachlosenmilieu bewirkt Betroffenheit: ohne Plattitüden, Sozialromantik oder Erklärbär-Duktus. Das hatte zuletzt Seltenheitswert beim „Tatort“. Die Autoren Thomas Ch. Eichtinger und Samuel R. Schultschik haben Regisseur Daniel G. Prochaska eine furiose Steilvorlage geliefert: Figuren, die, obwohl sie am unteren Ende der Gesellschaft stehen, ihren Sturschädel, ihre Selbstbestimmtheit und Würde behalten haben. Eine Alleinerzieherin mit Sohn, „Sackerl-Grete“ oder ein Pärchen, das Crystal Meth kocht – sie alle checken mitunter für ein Bett und eine Mahlzeit im „Sozialraum“ ein.

Kommentare (1)
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michael10
2
4
Lesenswert?

Stark

Starker Tatort....Super Schauspieler