„An die Ränder des Erinnerns“ soll es heuer im kärnten.museum gehen: Die zentrale Ausstellung „Hinschaun! Poglejmo! Kärnten und der Nationalsozialismus“ wird am 8. Mai und damit 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch dem Ende des NS-Regimes, eröffnet. Ein Team rund um den Zeithistoriker Peter Pirker begibt sich „an lang verdrängte Tatorte Kärntner Nationalsozialisten in Norwegen, Polen, Slowenien, Italien, Kroatien und Kärnten“ (so Pirker). Denn, so Landeshauptmann Peter Kaiser, das Museum sei das „kritische Gewissen des Landes“, das nirgendwo „blinde Flecken“ zulassen dürfe. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Exkursionen unter anderem auf den Loibl oder nach Triest, mit Workshops und Diskussionen soll die Ausstellung erweitern und Sichtbarkeit für „das gesellschaftlich und politisch Verdrängte“ schaffen.
kärnten.museum
Mit zahlreichen Ausstellungen gegen „blinde Flecken“
Beiträge zum Gedenk- und Erinnerungsjahr, eine Ausstellung zur Koralmbahn, die Eröffnung des Bachmann-Hauses und freier Eintritt für junge Besucher bis 18 Jahre: Das kärnten.museum hat heuer wieder viel zu bieten.
© Peter Rass