Sie waren zwei Unverstandene: Paul Celan (1920 - 1970), dessen Lyrik oft als hermetisch und unzugänglich bezeichnet wurde und Maria Lassnig (1919 - 2014), deren Malerei phasenweise auf ebensowenig Verständnis stieß, waren jahrelang befreundet, wovon nicht nur der Briefwechsel zwischen den beiden Ausnahmekünstlern zeugt. Auch eine Widmung Celans für Lassnig im 1963 erschienenen Gedichtband „Die Niemandsrose“ illustriert diese Verbundenheit. Das Büchlein ist eines der Ausstellungsstücke in der aufschlussreichen Ausstellung „Moränen neben den Gletscherzungen der Geschehnisse. Maria Lassnig und die Literatur“ im Literaturhaus Wien. 1999 setzte die Malerin mit ihrem Bild „Sprachgitter“, das ebenfalls gezeigt wird und sich auf ein gleichnamiges Gedicht Celans bezieht, dem Dichterfreund ein Denkmal,