Misanthropie kann man diesem Landarzt Dr. Garin in Vladimir Sorokins Roman „Der Schneesturm“ wahrlich nicht vorwerfen. Er kommt, um anderen zu helfen. Im hintersten Eck Russlands will er die Menschen vor einer mysteriösen Epidemie schützen und ihnen Vakzine verabreichen. Soweit der Plan. Der Einzige, der die Fahrt inmitten des Schneegestöbers im „ewigen russischen Winter“ aufnimmt, ist der liebenswerte, aber naive Brotkutscher Kosma, in der deutschen Übersetzung auch „Krächz“ genannt. Mit seinem von „Pferdis“ in Rebhuhngröße angetriebenen Schneemobil kommt das kauzige Duo auf ihrer Reise jedoch nie an.
Salzburger Festspiele
„Der Schneesturm“: August Diehls wahnsinniger Trip durchs russische Eis
Kritik.
Der im Exil lebende russische Regime-Kritiker Kirill Serebrennikov inszeniert Vladimir Sorokins famosen Roman „Der Schneesturm“ in Salzburg mit einem fantastischen August Diehl als bildgewaltigen, aber stockenden Bühnen-Roadtrip.
© Salzburger Festspiele/Sandra Then