Bis in die Keltenzeit reichen laut Dietmar Presitschek die Ursprünge des heutigen Fackeltragens zurück: „Damals waren es aber keine Fackeln, sondern Feuerräder“, so der Obmann der Böllerschützen St. Georgen bei Bleiburg/Pliberk, die das Osterfackeltragen veranstalten. Jedes Jahr am Karsamstag ziehen etwa 25 Fackelträger im Alter von 15 bis 78 Jahren von der Kirche in St. Georgen in Richtung Loibach/Libuče und wieder retour. Auf dem Weg drehen sich die Träger mit ihren über vier Meter langen Fackeln und schwingen sie durch die Luft. „Ich gehe vorne und gebe das Tempo vor, ansonsten hat jeder Gestaltungsfreiheit bei seinen Figuren“, sagt Presitschek, der seit 2013 Obmann ist. Zum Schluss stellen sich die Fackelträger in Form eines Kreuzes auf, anschließend wird der Osterhaufen entzündet.
Gelebtes Brauchtum
Fackeln erhellen die Osternacht im Bezirk Völkermarkt
Die Böllerschützen St. Georgen bei Bleiburg laden wieder zum jahrhundertealten Brauch des Osterfackeltragens. Auch an anderen Orten im Bezirk gibt es Fackelumzüge.
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