Obwohl es 100 Jahre lang Migrantinnen gab, die ihre Heimat zugunsten besserer Lebens- und Arbeitsbedingungen im nordafrikanischen Ägypten verließen, hat sich diese historische Tatsache kaum im kollektiven Gedächtnis verfestigt. Der Begriff Aleksandrinke/Alexandrinerinnen bezeichnet slowenische Frauen, die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg nach Ägypten, insbesondere nach Alexandrien, ausgewandert sind. Um 1939 lebten rund 7000 Alexandrinerinnen in Ägypten. Dort arbeiteten sie hauptsächlich als Kindermädchen, Köchinnen, Gouvernanten, Dienstmädchen, Haushälterinnen oder Ammen in den Häusern von wohlhabenden arabischen oder ausländischen Familien.