Der Kärntner Raphael Franz Pesentheiner hat sich in den vergangenen Jahren mit großflächigen Wandgemälden einen Namen gemacht. Seine Arbeiten führten ihn von Kärnten bis nach Bayern, Wien und sogar tief in den Karawankentunnel. Pesentheiners Kunst ziert meterhohe Fassaden, etwa den Lagerhausturm im Mölltal, aber auch ungewöhnliche Flächen wie Autos oder Telefonzellen und das Casino in Velden tragen seine Handschrift. Vergangenen Sonntag, den 22. Februar, verstarb der Künstler im Alter von 33 Jahren.
Er brachte die Welt zum Strahlen
„Er war stolzer Papa, fantastischer Sohn, großer Bruder, genialer Enkel, wundervoller Neffe, frecher Cousin und bester Freund“, heißt es in der Traueranzeige von Pesentheiners Hinterbliebenen und weiter: „Er kam am 31. Jänner 1993 auf diese Welt um Freude zu schenken, in den buntesten Farben zu strahlen und Spuren zu hinterlassen.“
Viele seiner Spuren hinterlässt Pesentheiner auf der Haut von zahlreichen Kärntnerinnen und Kärntnern, im vergangenen Jahr tauschte er nämlich Fassaden gegen Haut und Spraydose gegen Tätowiernadel und eröffnete in Villach ein Tattoostudio. In jungen Jahren absolvierte Pesentheiner zunächst eine Lehre als Maler und Anstreicher, gefolgt von mehreren Jahren am Bau. Eine Zeichnung an der Kinderzimmerwand seiner kleinen Tochter gab vor einigen Jahren den Anstoß, sein künstlerisches Talent zum Beruf zu machen. Zunächst spezialisierte er sich auf die Gestaltung von Möbelstücken im „Tattoo-Style“, schnell machte er sich mit seinem Unternehmen „inked interior“ und seinen Fassadengemälden einen Namen.
Laut Traueranzeige wird am Samstag, dem 7. März, um 11 Uhr in der Abschiedshalle in Kolbnitz Zeit für Erinnerungen, Tränen und Lächeln sein. Um 14 Uhr wird dem Verstorbenen gedacht. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis. Pesentheiner hinterlässt zwei kleine Kinder, seine Frau, seine Eltern, einen Bruder, seine Großmutter sowie weitere Familienmitglieder.