Mittagszeit in Klagenfurt. Während in den Büros langsam das kollektive Magenknurren beginnt, versammeln sich in der „Foodora“-Zentrale in der Innenstadt immer mehr knallpink gekleidete Radfahrerinnen und Radfahrer. Es ist ein kalter Wintertag, dementsprechend fällt auch die Kleidung aus: dick gefütterte Handschuhe, Winterjacken, Sturmhauben – die Ausrüstung muss jeder Witterung standhalten. Einer dieser sogenannten „Rider“, die sich auf ihren Schichtbeginn vorbereiten, Fahrräder überprüfen und Handys einrichten, ist Kevin Kovačevič. Der 24-Jährige ist seit vier Monaten für die Zustellplattform „Foodora“ auf Klagenfurts Straßen unterwegs und wurde von der PR-Agentur des Unternehmens ausgewählt, der Kleinen Zeitung heute Gusto auf seinen Arbeitsalltag zu machen.
Reportage
„Foodora“: Das rasende Geschäft mit dem Essen
Reportage.
Mehr als 200 Restaurants in Klagenfurt und Villach lassen ihre Speisen über „Foodora“ zu Kunden bringen. Die Lieferanten sind bei jedem Wetter mit dem Fahrrad unterwegs. Gewerkschaften üben Kritik an den Anstellungsverhältnissen.
© Olga Bereslavskaya