Turbulente Monate liegen hinter der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit. Im Dezember wurde bekannt, dass der ehemalige Kommandant Markus Korath bei einem Gespräch mit mehreren Personen herabwürdigende Aussagen über einen Kameraden getätigt hat – unter anderem: „ Den könnte man mit der Peitsche treiben, den Krippel“, oder „Der gehört dorthin, wo ‚Arbeit macht frei‘ steht.“ Nachdem der Fall für mediales Aufsehen sorgte, trat Korath im Jänner 2026 zurück. Die Feuerwehr wurde währenddessen interimistisch von Kommandanten-Stellvertreter Jürgen Kugi geleitet.
Am Samstag, 28. Februar, fand die Neuwahl des Kommandanten und die Jahreshauptversammlung im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr in St. Veit statt.
Bei der Wahl wurde Elias Popek zum neuen Kommandanten gewählt. „Er konnte sich über eine gute Mehrheit der wahlberechtigten Stimmen freuen", erklärt der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant und Bezirksfeuerwehrkommandant von St. Veit Friedrich Monai. Popek wurde mit 71 Prozent der Stimmen in das Amt gewählt. Die Funktionsperiode dauert jetzt rund 14 Monate – dann ist der nächste reguläre Wahltermin.
Popek ist seit 21 Jahren im Feuerwehrdienst. Er ist bereits im Alter von zehn Jahren der Jugendfeuerwehr in Thalsdorf beigetreten und wechselte im Alter von 15 Jahren als aktives Mitglied zur Feuerwehr St. Veit. Seine Aufgabe ist es nun, die Feuerwehr wieder in ruhigere Gewässer zu bringen.
„Es wird sicher schwer, die Gräben der Vergangenheit zuzuschütten, jedoch hat das Bezirkskommando vollstes Vertrauen zum neuen Kommandanten und wir stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Immerhin ist die St. Veiter Feuerwehr die Stützpunkt-1-Feuerwehr im Bezirk“, betont Monai.
„Das Ziel ist es nun, den Weg des offenen Dialogs zu gehen und die Kameraden zu einigen“, erklärte Bürgermeister Martin Kulmer (SPÖ) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.