B100-AusbauVerkehrsplaner: "Irgendwann ersäuft Lienz"

Verkehrsplaner Günter Emberger sprach bei einem Vortrag über mögliche Folgen des B100-Ausbaus für das ohnehin verkehrsbelastete Lienz. Klimaschützer wünschen sich Podiumsdiskussion.

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Der Diskussionsrunde wohnten fast ausschließlich Gegner des B100-Ausbaus aus Osttirol, Oberkärnten und Südtirol bei © Florian Eder
 

In Lienz lud der Verein "Osttirol Natur" zur Information und Diskussion über die möglichen Folgen des B100-Ausbaus für Osttirol. Als Redner wurde der Verkehrsplaner Professor Günter Emberger, der im Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien forscht, eingeladen. Er gilt seit Jahren als Gegner dieses Ausbaus der Drautalbundesstraße. Der gebürtige Drautaler mahnte davor, dass man bei einer Weiterführung der heutigen Verkehrspolitik das "zwei Grad Klimaziel" bis 2040 kilometerweit verfehlen werden. Denn: "Wenn wir das Ziel erreichen wollen, dann dürfen über 70 Prozent der bekannten fossilen Ressourcen nicht mehr genutzt werden. Ansonsten wird Wien so heiß wie Palermo", sagt Emberger. Das gelte insbesondere für den Ausbau der B100 und der damit verbundenen Flächenversiegelung. "Wir betonieren alles zu. Wenn es keinen Klimawandel gäbe, könnten wir das machen. Aber der Wissensstand hat sich geändert." Doch in Kärnten plane man laut Emberger wie in den 1980er-Jahren.

Kommentare (2)
ErichGolger
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Der Artikel stellt eine ziemlich plakative Darstellung des Problems B100 auf


Meines Erachtens bleiben die Sorgen der betroffenen Bürger genauso unberücksichtigt wie konstruktive Lösungen des Problems.

In meinem Kommentar zu einem neueren Artikel, in dem die Sorgen der Betroffenen durch die Bürgermeister habe ich ein paar Sätze zur Situation unter dem Titel "Einfach zum Nachdenken" geschrieben.

Die Quintessenz des Kommentars ist die Erlösung der betroffenen Bürger durch die erforderlichen Umfahrungen, gepaart mit verkehrslenkenden Maßnahmen zur Reduktion des LKW-Verkehrs.

neumond
0
5
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mobilitätszentrum - schön und gut

was man vergessen hat: radwege.
richtung tristach hat man eine schöne neue asphaltpiste aufgetragen.
vergessen hat man dabei einen fahrradstreifen.
spricht nicht unbedingt für die intelligenz der straßenplaner.