Da waren es nur noch sechs: Moderatorin Arabella Kiesbauer, Schauspielerin Rebecca Immanuel, Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack, Zirkus-Artist René Casselly, Moderator Alexander Mazza und Ex-Fußballer Thomas Helmer, der in der vergangenen Woche die rote Schürze erobern konnte. In Folge fünf der Sat.1-Show „Das große Promibacken“ ging es wieder um Ruhm, Back-Ehre, den goldenen Cupcake und 10.000 Euro für einen guten Zweck.

„Gemischtes Doppel“ in der ersten Aufgabe

Casselly gab die Devise für diese Folge aus: „Angriff, Angriff, Angriff.“ Interessant ist auch, dass Anna-Carina Woitschack in ihrer Backzeile in der Berliner Malzfabrik die letzte verbleibende Bäckerin ist. In der ersten Aufgabe hieß es „Gemischtes Doppel“. „Backt uns das perfekte Kleingebäck. Eines süß und eines salzig“, forderte das Jury-Duo Christian Hümbs und Bettina Schliephake-Burchardt. Jeder durfte backen, was er wollte. Casselly zauberte „Aprikürbis“ auf den Teller: Einmal Blätterteig mit Kürbis und einmal mit Marillen (Aprikosen). Alexander Mazza versuchte es mit Mürbteig und nannte seine Kreationen „Cremige Feige“: einmal mit Feigen-Kompott & Walnuss-Praliné sowie einmal mit Zwiebel-Feigen-Chutney. Und Arabella Kiesbauer versuchte sich das erste Mal an einem Brandteig. Hinter Anna-Carina Woitschacks „Überraschungspaket“ versteckten sich Windbeutel mit Erdbeer-Kompott sowie mit Schmand und Tomatensalsa. Und wie lief es: Bei Casselly fehlte es zwar an Backfarbe, aber die Blätterung klappte bei seinem Blitzblätterteig sehr gut. „Am Zeitmanagement arbeiten“, empfahl Hümbs. Kiesbauer gelang der Brandteig sehr gut und die Jury konnte rein optisch nicht herausfinden, welches Gebäck süß und welches herzhaft war. „Brandteig ist hervorragend gebacken“, sagte Hümbs. Damit konnte sich Kiesbauer schon einmal einen Punktepolster erarbeiten. Thomas Helmers „Zwei Paar Choux“ war auch rein optisch nicht zu unterscheiden – identisch sollten sie auch sein. Einmal gab es Lachs, den Hümbs sehr gut fand. Die süße Variante war mit Pistaziencreme. Rebecca Immanuel zauberte auch zwei Kreationen auf den Teller: „Velvet Rotebete vs Cassis Royale".

Die technische Prüfung: Flamingo-Schaumküsse

110 Minuten waren für die technische Prüfung anberaumt, was sehr wenig Zeit war. Gefragt war ein Waffelboden (der bei einigen Promis zur großen Herausforderung wurde). Auf den Waffelboden musste man einen Johannisbeer-Kern legen, diesen mit Schaummasse und mit einer Ruby-Glasur überziehen. Außerdem waren Flamingo-Hälse aus Kuvertüre gefragt. Was dann am Ende auf dem Teller lag, war sehr unterschiedlich. Thomas Helmer geriet bei dieser Prüfung ordentlich ins Schwitzen und lieferte leider die schlechteste Leistung ab: Seine Flamingos waren nicht als solche zu erkennen und sahen eher wie kleine Häufchen aus. Aber es lief auch nicht bei allen anderen Promis ganz rund.

Enie van de Meiklokjes schaut Alexander Mazza über die Schulter
Enie van de Meiklokjes schaut Alexander Mazza über die Schulter © Joyn/Claudius Pflug

Torten-Galerie

Bei der dritten Prüfung war wieder eine Torte gefragt. Thomas Helmer, Träger der roten Schürze, musste nach dem Desaster in der technischen Prüfung ordentlich zulegen. Aber der Ehrgeiz war schon längst bei allen entfacht. Es ist sehr schön zu sehen mit welcher Leidenschaft, mit welchem Elan und jeder Menge Teamgeist die sechs verbliebenen Promis ans Tagwerk gingen. Sehr engagiert zeigte sich wieder Zirkusartist Casselly: Ein Ninja sollte es werden. Wie darf man sich das vorstellen? Auf eine Art Leinwand wurde eine Torte gestellt, die in seinem Fall wie ein Ninja aussah. Arabella Kiesbauer nannte ihre Torte „Zwischen Lianen im Dschungel“ und zauberte ein Kokosbiskuit mit Schokoladecrunch auf ihre Leinwand – vor allem mit ihrem Löwenkopf, den sie in der Sendung modellierte, gab sie sich besonders viel Mühe. Anna-Carina Woitschacks Torte hieß „Vintage Tea Time“ und überraschte mit einem Earl-Grey-Boden und einer Zitronen-Mascarpone-Creme. Zum 10. Jubiläum der Sat.1-Show ist übrigens auch ein Backbuch erschienen. Alexander Mazza gab das Motto „November“ aus: Haselnuss-Boden mit Haselnuss-Buttercreme. Thomas Helmer widmete sich dem Thema Fußball. „Jugend“ hieß seine Kreation: Ein Marzipan-Himbeer-Boden mit Limettenbuttercreme sowie Erdbeer-Kompott. Und Rebecca Immanuel gelang eine sehr elegante Torte, die sie „Stimmungsaufhellendes Limettenglück“ nannte.

Richtige Kunstwerke waren dieses Mal wieder entstanden. Bei der roten Schürze gab es dieses Mal keine Überraschungen. Thomas Helmer musste die rote Schürze abgeben, diese wanderte dieses Mal mit 45 Punkten an Rebecca Immanuel. Sie war zu Tränen gerührt: „Ganz viel Ermutigung und Schwung“ nimmt sie mit.

Zu viele Punkte verloren

Auch wenn es in der ersten Prüfung für Helmer gut lief, auch die Torte geschmacklich überzeugte, verlor er einfach in der technischen Prüfung zu viele Punkte. Arabella Kiesbauer glaubte zwar, dass sie „auf der Abschussrampe“ stand – aber da lag sie daneben. Es traf den Ex-Fußballer und Europameister Thomas Helmer, er musste die Show verlassen. 36 Punkte konnte er erzielen, was leider zu wenig war. „Schon etwas traurig, die Gruppe verlassen zu müssen“, sagte er. Da zeigt sich wieder, dass „Das große Promibacken“ eine Show ist, die nicht nur herzhafte Kreationen auf den Teller zaubert; sie besticht ein ums andere Mal durch einen gelebten Team-Spirit der Teilnehmer. Auch wenn es um das Gewinnen geht, ist es eine gelebte und freundschaftliche Konkurrenz, die sich durch ein Miteinander auszeichnet. Auch die Jubiläumsstaffel ist wieder Wohlfühlfernsehen mit sehr sympathischen Promis.

Jetzt sind es nur noch zwei Folgen bis zum Finale am 1. April um 20.15 Uhr auf Sat.1 oder auf Joyn. Da man in Folge vier gesehen hat, dass Thomas Helmer sich die rote Schürze erobern konnte, ist eine Favoritin oder ein Favorit nicht ersichtlich. Jedoch muss man sagen: Alexander Mazza bäckt auf gleichbleibendem Niveau, Rebecca Immanuel und Anna-Carina Woitschack ebenso. René Casselly ist zwar hoch motiviert, aber in der Ausführung liegt er manchmal etwas daneben. Arabella Kiesbauer dürfte ein Wackelkandidat sein – wobei noch nicht aller Tage Abend ist. Wie hieß es in dem Disney-Film „Ratatouille“: Jeder kann kochen. Und vielleicht kann auch jeder backen. Man muss es nur mit Leidenschaft machen. Und die ist zweifellos da.

Rezeptideen für nach der Show

„Das große Backen“ – egal ob Promi, Hobby oder Profi – ist eine Show, die zu Hause ihre Verlängerung findet. Nicht selten entstehen schon am nächsten Tag die köstlichsten Backkunstwerke. Viele Tipps und Tricks, was man machen kann, erfahren Sie hier.