Oberst Matthias Wasinger, seit dem Vorjahr Kommandant des Jägerbataillons 24 in Lienz, hat die Abhaltung einer Evaluierungsübung in Osttirol angeordnet. Vom 18. März bis 21. März sind rund 100 österreichische Kadersoldaten im Rahmen der angekündigten Übung auch auf den öffentlichen Straßen zwischen Huben und Lavant unterwegs.

„Man kann diese Übung mit einer Berufsprüfung vergleichen“, erläutert der Kommandant. „Die Kadersoldaten stellen ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis. Wir überprüfen, ob die von Österreich eingemeldeten Truppen materiell und personell für den Auslandseinsatz gerüstet sind und alle Ausbildungsziele erreicht wurden.“

Oberst Matthias Wasinger ist Kommandant des Jägerbataillons 24 in Lienz
Oberst Matthias Wasinger ist Kommandant des Jägerbataillons 24 in Lienz © Christoph Blassnig

Die Soldaten trainieren für ihren Einsatz im Ausland

Zu Auslandseinsätzen des Bundesheeres werden Soldaten aus vier Bataillonen und zwei Brigaden zusammengezogen. Für die bevorstehende Evaluierungsübung in Osttirol sind eigens Pandur-Transportpanzer aus Güssing und Zwölfaxing nach Lienz verlegt worden. Anschließend werden diese auch wieder retourniert. „Das Gerät, das die Soldaten im Einsatzfall verwenden würden, befindet sich schon im Ausland“, erklärt Wasinger. Die betroffenen Soldaten werden in Österreich als Reserve in Bereitschaft gehalten. Verschlechtert sich die Sicherheitslage im Einsatzraum, im konkreten Fall kann es sich zum Beispiel um den Kosovo handeln, werden die Truppen entsendet. „Wir sind dann dort die Feuerwehr“, sagt Wasinger.

Hauptsächlich trainieren die Mannschaften an den drei Tagen am Übungsgelände Lavanter Forcha. Wann genau die Militärfahrzeuge auf den öffentlichen Straßen zwischen Lavant und Huben unterwegs sein werden, steht noch nicht fest. Behinderungen für den öffentlichen Verkehr seien nicht zu erwarten, bekundet der Kommandant.