Die Ausbildung spannend gestalten und dabei noch etwas Gutes tun – unter diesem Motto fand am Mittwoch und Donnerstag ein soziales Projekt der OBI-Baumärkte Lienz und Spittal in Kooperation mit dem Dekanat Lienz statt. Sieben Lehrlinge der beiden OBI-Standorte renovierten zusammen mit ihren Lehrlingspaten und der Dekanatsjugend deren Räumlichkeiten im Franziskanerkloster Lienz.
Neuer Boden, frischer Anstrich, Möbel zum Wohlfühlen
Dabei verlegten die Jugendlichen im Empfangsraum der ehemaligen Jugendschar-Räume, die rund zehn Jahre im Dornröschenschlaf lagen, einen neuen Boden, die Wände bekamen, ebenso wie ein riesiger Kasten, einen frischen Anstrich. Auch die Theke, welche von der Dekanatsjugend selbst gebaut wurde, darf sich nun über ein neues Gewand freuen, eine Kühlschrankspende der Firma Liebherr rundet die Küchenecke künftig ab.
Patrick Perauer, Marktleiter des einzigen Baumarkts in Osttirol und mitverantwortlich für das Projekt, hofft, dass durch solche Aktionen in der dreijährigen Lehrzeit keine Langeweile aufkommt: „Wir führen jährlich ein Lehrlingsprojekt durch. Ziel ist es dabei, die handwerklichen Fähigkeiten der Lehrlinge mit einem sozialen Projekt zu verbinden, das allen Spaß macht und die Ausbildung abwechslungsreich gestaltet.“ Was bei den jungen Menschen ebenso auf Zuspruch stieß: „Mal etwas Handwerkliches zu machen, wie den Boden zu verlegen, hat mir sehr getaugt. Es ist mal etwas anderes, als im Geschäft zu sein“, so Levi Quint, Lehrling im OBI-Markt Lienz.
Für Petra Egger, Jugendleiterin im Dekanat Lienz, ist die Renovierung im zweiten Stock des Klosters ebenfalls ein Erfolg: „Mein Wunsch, die Räume ansprechend zu gestalten und somit wieder zu beleben, bestand schon länger. Als OBI um ein soziales Projekt anfragte, lag es also auf der Hand.“ Nach der tatkräftigen Mithilfe der Lehrlinge gehen die Arbeiten weiter. Ein Musikraum mit DJ-Pult und Beamer ist bereits in der Entstehung, ein Spielezimmer sowie eine Werkstatt kommen hinzu.
Nach und nach soll so ein neuer, zentraler Jugendtreffpunkt in der Stadt Lienz entstehen. „In den Räumen können die jungen Leute ihre Gemeinschaft leben, zusammen essen, lernen oder spielen, aber auch mal einen spirituellen Impuls erleben“, führt Egger aus, die zusammen mit ihrer Kollegin Elisabeth Manges den Treffpunkt betreuen wird. Egger: „Wichtig ist mir, dass dies ein Ort für alle Jugendlichen wird, offen für alle Konfessionen. Diese gegenseitige Offenheit wollen wir auch gezielt fördern.“ Ausschreibungen mit den Öffnungszeiten sollen folgen.
Zukünftig peilt OBI weitere soziale Projekte an
Laut Perauer, der sich auch über die Unterstützung seiner Lieferanten mit Baumaterialien freute, wird es solche Aktionen auch in Zukunft geben. Die Wahl soll dabei weiterhin auf Organisationen fallen, „die selbst nicht so viel Geld haben, um sich fachmännische Arbeiten leisten zu können“.