Es ist der Spatenstich für ein barrierefreies Großprojekt, der auf der Brunnachhöhe in Bad Kleinkirchheim erfolgte. Zwei Wanderwege werden dort ab dem Frühjahr 2023 den Unesco Biosphärenparks Nockberge barrierefrei erschließen. Bereits für den Herbst 2022 ist die Zertifizierung geplant. Das Projekt "barrierefreies Bergerlebnis" des Tourismusverbands Bad Kleinkirchheim in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesverband für Menschen mit Behinderung (ÖZIV) wird im Bereich der Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach in St. Oswald auf 1900 Meter Seehöhe umgesetzt. Investiert werden rund 360.000 Euro. 

"Wir nutzen für die Gestaltung zum Teil das bereits bestehende Wegenetz und greifen daher nur sehr gering in die Natur ein", sagt Tourismusverbandsvorsitzender Jakob Forstnig. Neben gemütlichen Rastplätzen wird ein Speicklehrpfad mit Thementafeln zur Heilpflanze die Weganlage bereichern.

Blick auf den Speicherteich auf der Brunnachhöhe und die umliegende Bergwelt
© MBN/Kari

Unterstützung kommt vom Biosphärenpark Nockberge als Partner. Mit der Planung und Gestaltung sind die Firmen Captura Planungs- und Bau GmbH und eb&p Umweltbüro GmbH beauftragt.

Gipfelglück mit Rollstuhl, Kinderwagen & Co

Die zwei barrierefreien, knapp zwei Kilometer langen Wege sollen mit einer maximalen Steigung von sechs Prozent für jeden uneingeschränkt die Berglandschaft auf knapp 2000 Metern zugänglich machen – vom
Rollstuhlfahrer bis hin zu in der Mobilität eingeschränkte Wanderer und Familien mit Kinderwagen. Während einer der Wege an den Speicherteich der Biosphärenparkbahn Brunnach führt, wird der zweite Weg das Thema Gipfelglück aufgreifen. Es wird auf einer Anhöhe eine Gipfelskulptur vom Bad Kleinkirchheimer Künstler und Bildhauer Egon Gruber aufgestellt sowie am Eintrittspunkt in die Kernzone des Biosphärenparks ein Portal errichtet.

Auch Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse freut sich über den vollbrachten Spatenstich: "Das Projekt auf der Brunnachhöhe ist das bisher größte seiner Art und wird die Vorreiterrolle Kärntens auf dem Gebiet des barrierefreien Tourismus eindrucksvoll unterstreichen."