B 100-AusbauNeue Bürgerinitiative fordert Parteistellung und UVP

Mit dem geplanten Ausbau der Straße im Oberen Drautal befürchten die Mitglieder der Bürgerinitiative Lebensraum Oberes Drautal, dass einer Hochleistungsstraße für den Transitverkehr über Osttirol bis zum Brenner Tür und Tor geöffnet wird.

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Vertreter der neuen Bürgerinitiative Lebensraum Oberes Drautal: Hans-Peter Profunser, Walter Fritzer jun., Karl Ebenberger, Michael Dünhofen, Gerhard Fritzer, Michael Wuggenig, Johanna Pirker, Claudia Thalmann, Bernd Brunner © KK/Lea Thalmann
 

Keine Frage: Die Straße durch das Obere Drautal ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im europäischen Straßennetz. Die B 100 auf österreichischer Seite, die als SS49 auf italienischem Staatsgebiet weitergeführt wird, verbindet als E 66 und somit Teil des Europastraßennetzes  die Tauernautobahn bei Spittal und die Brennerautobahn. In den 1970er und 1980er Jahren war aufgrund des hohen Potenzials für den internationalen Verkehr der Ausbau ursprünglich als Autobahn geplant. Der Autobahnknoten Lieserhofen, dessen Abfahrt in Lendorf "ins Nichts" führt, erinnert heute noch an die großzügigen Ausbaupläne. Fünf Jahrzehnte später ist der Ausbau der B 100 bisher nur zwischen Obergottesfeld und Radlach-West realisiert worden, derzeit steht der Abschnitt Radlach West bis Dellach mit der Umfahrung von Greifenburg an.

Kommentare (2)
Horstreinhard
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Natürlich sind das Verhinderer

Und Herr Dünhofen war Mitglied in dem Gemeinderat, der die derzeitige Streckenführung einstimmig beschlossen hat!

ErichGolger
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Einfach zum Nachdenken


Auf der einen Seite steht die überall gepriesene Freiheit, auf der anderen Seite sind Regeln für den gemeinsamen Umgang innerhalb der Gesellschaft erforderlich.

Zum Thema Verkehr und Drautalstrasse B100 sind auch mehrere Aspekte zu berücksichtigen:
- da sind immer noch leidgeprüfte Anrainer der B100, die noch nicht durch eine Umfahrung entlastet wurden. Der Ausbau der B100 zur Entlastung der Anrainer darf nicht gestoppt werden.
- es ist richtig, dass eine ausgebaute B100 den Transitverkehr anzieht. Daher sind regional Maßnahmen zur Reduzierung des LKW-Verkehrs unerlässlich. Das könnte durch Zeit- und/oder Tonnagebeschränkungen erfolgen.
- Ein wesentlicher, wenn auch überregionaler und internationaler Aspekt ist die seit Jahrzehnten nicht umgesetzte Forderung, den Güterverkehr überwiegend auf der Schiene abzuwickeln.
- Durch die LKW-Lobby wird immer noch erfolgreich verhindert, dass auf der Straße Kostenwahrheit zum Tragen kommt; nämlich dass die Kosten für die exponentiell höhere Abnutzung unserer Straßen durch den LKW auch nach dem Verursacherprinzip entsprechend getragen wird.
Solange die Politk eine „Verkehrswende“ nicht unter Berücksichtigung der vorgenannten Aspekte (und natürlich einiger anderer mehr) in Angriff nimmt, wird der Bürger auf der Strecke bleiben!