Der Sozialmarkt Kärnten (SoMa) feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen und wechselt in Spittal mit 1. Oktober seinen Standort. Der bisherige Laden in der Kirchgasse 4 übersiedelt in die Ortenburger Straße 2, in die ehemalige Rieder-Schuhe-Filiale. „Wir freuen uns, dass wir dort einen fairen Vermieter mit der Stadt Spittal gefunden haben und der Standort mit dem großen Parkplatz direkt daneben für unsere Kundinnen und Kunden ideal ist“, sagt SoMa-Geschäftsführerin Theres Leber. In Spittal wird der Markt von Silvia Gärtner geleitet, die die Einrichtung seit Jahren mit viel Herz führt. „Der SoMa-Laden ist nicht nur ein Geschäft für günstige Lebensmittel und Hygieneartikel, sondern auch ein Ort der Begegnung. Viele unserer Kundinnen und Kunden schätzen das Gespräch und das Miteinander genauso wie die Unterstützung beim täglichen Einkauf – und genau das ermöglicht Silvia Gärtner jeden Tag mit viel Engagement und Hingabe“, betont Leber.
Wichtig ist für den Sozialmarkt vor allem die Mithilfe aus der Bevölkerung. Benötigt werden besonders lang haltbare und nährstoffreiche Lebensmittel wie Fisch- und Gemüsekonserven, Speiseöle, Reis oder Teigwaren. Auch Hygieneartikel wie Waschmittel sind gefragt, weil sie für Betroffene einen großen Unterschied machen. „Diese Produkte fallen im Handel nur selten als Überschüsse an, sind aber für unsere Kundinnen und Kunden wichtige Güter“, so Leber weiter. Der Bedarf hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. Immer mehr Menschen wenden sich an die Sozialmärkte – auch jene, die trotz Vollzeitarbeit kaum über die Runden kommen. „Eine ausgewogene Ernährung ist für viele mittlerweile ein Luxusgut geworden. Altersarmut ist ebenfalls ein großes Thema. Wir sehen steigende Zuwachszahlen und befürchten, dass die Nachfrage im Herbst durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise noch einmal deutlich zunimmt“, sagt die Geschäftsführerin.
25 Jahre Solidarität
Das Jubiläum steht heuer ganz im Zeichen der Solidarität. Die Verantwortlichen machen mit Aktionen darauf aufmerksam, dass es Menschen gibt, die kämpfen müssen, um über die Runden zu kommen, und dass ein geringes Einkommen in unserer Gesellschaft oft unsichtbar bleibt. Im Mittelpunkt steht dabei die Hilfe für jene Menschen mit geringen Einkommen. Neben Lebensmittel- und Sachspenden sei auch finanzielle Unterstützung notwendig, um die Infrastruktur der insgesamt sechs SoMa-Läden in Kärnten aufrechterhalten zu können, denn auch der Sozialmarkt selbst spürt die steigenden Miet-, Energie- und Personalkosten deutlich.
„25 Jahre SoMa – kein Grund zum Feiern. Und doch tun wir es!“, heißt es im offiziellen Jubiläumstext. Denn das Bestehen zeige nicht nur, wie lange der Sozialmarkt schon Brücken zwischen Überfluss und Bedarf baut, sondern auch, dass er heute nötiger ist denn je. Der SoMa-Laden Spittal ist bis Ende September noch in der Kirchgasse 4 geöffnet (von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, Telefonnummer: 0676-84 24 14 103). Ab 1. Oktober befindet sich der Standort in der Ortenburger Straße 2.