Tagwache ist bei Rudolf Bartolot um 2.30 Uhr. Eine Stunde später sitzt der 60-Jährige hinter dem Lenkrad seines Kleintransporters und fährt zu den Zentralen der großen Lebensmittelkonzerne, um die Dinge zu holen, die im normalen Handel nicht mehr verkauft werden können – Brot, Tiefkühlprodukte, Tierfutter, Hygieneartikel, aber auch frisches Obst und Gemüse. „Wir nehmen alles dankend an!“, erklärt der gebürtige Gailtaler, der seit nunmehr 42 Jahren in der Gemeinde Magdalensberg wohnhaft ist. Danach geht es für ihn weiter in die insgesamt sechs SoMa-Märkte in ganz Kärnten – zwei gibt es in der Kärntner Landeshauptstadt, jeweils einen in Spittal/Drau, St. Veit/Glan, Villach und Wolfsberg. Mehrere hundert Kilometer spult Bartolot an einem Tag herunter und versorgt die SoMa-Märkte mit Ware, die dann vergünstigt an die Kundinnen und Kunden weiterverkauft werden.
Armut in Kärnten
„Nur wenige schaffen es aus der Spirale wieder hinaus“
Seit 25 Jahren gibt es die Sozialmärkte (kurz SoMa) Kärnten. Ebenso lange versorgt Rudolf Bartolot die Märkte mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.
© Markus Traussnig