Die Spuren der verheerenden Unwetter im Vorjahr sind im Bereich Schüttbach und Schwaig noch immer sichtbar. Eine Baustelle zur Verbauung des Leitnerbaches zeugt vom Ausmaß der Schäden. Doch statt zurückzublicken, richtet die Gemeinde Baldramsdorf sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus den Gemeinden Baldramsdorf, Lendorf und Spittal ihren Blick nach vorne – mit einer groß angelegten Katastrophenschutzübung, die am 11. und 12. April über die Bühne gehen wird. „Vergangenes Jahr haben die Einsatzkräfte und die Bevölkerung großartig zusammengeholfen. Aber uns kann jederzeit wieder ein Naturereignis treffen und bei dieser Übung werden wir auf den Erkenntnissen aus 2024 aufbauen“, betont Bürgermeister Friedrich Paulitsch. Die Erfahrungen bilden das Fundament für das umfangreiche Übungsszenario, das gemeinsam mit dem Kommandanten der Feuerwehr Baldramsdorf, Gerhard Feichter, und dem Kommandanten des Katastrophenhilfszuges 02 Spittal, Harald Ebner, erarbeitet wurde.

Bezirksweite Zusammenarbeit

Bereits am Freitag wird die Übung mit einem Hochwasserszenario in der Gemeinde Lendorf und im Bereich Rosenheim starten. Dort errichten Einsatzkräfte erste Schutzmaßnahmen, gleichzeitig wird der Krisenstab aktiviert. Noch in der Nacht folgt die nächste Herausforderung: Ein fiktiver Waldbrand und ein Wirtschaftsgebäudebrand im Bereich der Marhube fordern die Einsatzkräfte aus der Umgebung zusätzlich. Rund 110 Feuerwehrmitglieder aus Baldramsdorf, Lendorf und Spittal sowie der Krisenstab der Gemeinde Baldramsdorf werden allein am Freitag im Einsatz sein. Am Samstag verschärft sich das Szenario: Der Katastrophenzug Spittal – künftig als Feuerwehrkatastrophenbereitschaft bezeichnet – wird von der Behörde alarmiert. Damit steigen 80 weitere Feuerwehrmänner und -frauen in die Einsatzübung ein.

Alle Blaulichtorganisationen sind involviert

Neben der Feuerwehr sind auch der Bezirkseinsatzstab, die Österreichische Bergrettung, das Rote Kreuz, ein Flugdrohnenteam, die Polizei und Vertreter der Gemeinde involviert. Insgesamt werden rund 180 Personen am Samstag an der Übung teilnehmen. „Wichtig ist, dass wir die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander und das Zusammenwirken der Stäbe auf allen Ebenen üben können und unter den Organisationen die Verbindung funktioniert“, erklärt Abschnittsfeuerwehrkommandant René Moser. Zum Abschluss der Übung lädt die Gemeinde Baldramsdorf am Samstagabend alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Übungsausklang am Dorfplatz ein – als Zeichen des Danks und der Wertschätzung für die Einsatzbereitschaft aller Beteiligten.