Es ist diese Tage fast schon ein gewohntes, aber dennoch tragisches Bild: tote Fische entlang eines Fließgewässers. Auch wenn der jüngste Vorfall bei weitem nicht in derselben Liga spielt, wie das Massensterben in der Lavant, verursacht durch nach einem Störfall ungeklärt eingeleitetes Industrieabwasser der Papierfabrik Mondi-Frantschach, so gibt das Fischsterben im Weißenbach in St. Margarethen doch Rätsel auf: Im Bereich der Wehr bei der „Reinisch Mühle Bäckerei Puntigam“ wurden am 19. März etliche tote Fische entdeckt.
Der Fischereiberechtigte Reinhold Gaber erfuhr selbst erst aus Facebook von dem Vorfall. Die Rede ist von über 100 toten Fischen. Auch Froschkadaver wurden im Bachbett gesichtet. Beim Lokalaugenschein mit der Polizei und den Wolfsberger Stadtwerken gab Gaber an, dass etwa 250 Meter des Gewässers betroffen sind. „Man weiß nicht was es war, ob wer was reingeschüttet hat“, so Gaber. Auf jeden Fall wurden bei den ersten Untersuchungen keine Auffälligkeiten gefunden – wenngleich Passanten schon vor zwei Tagen seltsam schwimmende Fische beobachtet haben wollen.
Ermittlungen laufen
Der Fischereiberechtigte habe Anzeige erstattet, und Ermittlungen seien aufgenommen worden, heißt es seitens der Pressestelle der Landespolizeidirektion Kärnten. „Es sind Wasserproben entnommen worden, und jetzt wird nach den Ursachen geforscht.“ Einen direkten Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe an der Lavant scheint es aufgrund des Fundorts nicht zu geben.