Erfolgreich, beliebt, bodenständig: Mit diesen Eigenschaften beschreibt Martin Heidinger, Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer Südsteiermark, Walter Temmer. Der Unternehmer gründete 1977 in Tillmitsch mit nur einem Mitarbeiter einen Karosseriefachbetrieb. Diesen baute er über die Jahre erfolgreich zum bekannten Autohaus Mercedes-Benz Temmer aus.

Am Mittwoch ist der leidenschaftliche Unternehmer im 73. Lebensjahr im Kreise seiner Familie für immer eingeschlafen. Die Südsteiermark verliert laut Heidinger damit einen Pionier und Vorzeigeunternehmer.

Ein Urtillmitscher

Das kann Walter Novak, Bürgermeister von Tillmitsch, nur unterstreichen. „Walter Temmer war ein Urtillmitscher, ein tüchtiger Geschäftsmann, der immer menschlich geblieben ist.“ Er habe für seine Familie und die Firma gelebt. Zudem habe sich der Unternehmer immer sozial engagiert. So spendete das Autohaus Temmer unter anderem noch im Dezember 100 Pakete voll gefüllt mit Lebensmitteln an den Vinzimarkt.

Im Juni vergangenen Jahres wurde die Walter Temmer GmbH, als größter Mercedes-Benz-Familienbetrieb Österreichs, mit dem steirischen Landeswappen ausgezeichnet. „Was hier aufgebaut wurde, verdient höchste Anerkennung und steht sinnbildlich für unternehmerische Stärke, wie wir sie in der Steiermark brauchen“, sagte Landeshauptmann Mario Kunasek im Rahmen des Festakts am Firmensitz in Tillmitsch.

Berührende Worte

Bis zuletzt wirkte Temmer im Unternehmen mit, das mittlerweile sein Sohn Andreas Temmer in zweiter Generation führt. Auf der Homepage des Familienunternehmens sind derzeit folgende Worte zu lesen, die es auf den Punkt bringen: „Sein Herzblut und sein Wirken haben unser Autohaus zu dem gemacht, was es heute ist.“ Zudem heißt es: „Der Stern wird immer in seinem Herzen bleiben und ihm auf seinem weiteren Weg leuchten.“

Berührende Worte schreibt auch sein zweiter Sohn, der bekannte Selfmade-Millionär Walter Temmer, auf Instagram. Unter einem Foto der Parte ist etwa zu lesen: „Papa. . . du warst für uns der beste Papa der Welt. Und das wirst du auch immer bleiben. Danke für alles. Danke für jeden Moment. Danke für alles, was du uns gegeben hast.“

Ein letzter Abschied

Verabschieden kann man sich von Temmer am Sonntag zwischen 9 und 19 Uhr in der Aufbahrungshalle Leibnitz. Am Montag, dem 23. März, beginnt mit einem Gebet in der Stadtpfarrkirche Leibnitz um 13.45 Uhr die Trauerfeier. Nach dem Begräbnisgottesdienst wird der Verstorbene zu seiner letzten Ruhestätte begleitet.