Der schwedische Möbelkonzern Ikea plant ein neues Einrichtungshaus in Dornbirn. Das ehemalige Kika-Gebäude wurde vom Grazer Immobilienentwickler Supernova erworben und wird nun umgebaut. Die Eröffnung des „Ikea Small Stores“ ist für Herbst 2027 geplant, rund 170 Arbeitsplätze werden geschaffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Insgesamt werden 65 Mio. Euro investiert.
Vorarlberg zähle für Ikea Österreich „zu den Regionen mit besonders großem Wachstumspotenzial“, hieß es anlässlich eines Medientermins. Am neuen Standort direkt neben dem Messepark – es handelt sich um das neunte Ikea-Einrichtungshaus in Österreich – sollen auf 16.000 Quadratmetern drei Ebenen für den Einkauf zur Verfügung stehen. Zwei Geschoße werden für Logistik und Administration genutzt. Bis zur Inbetriebnahme bleiben das vor fünf Jahren eröffnete Ikea-Planungsstudio im Messepark und die aktuellen Abholservices bestehen.
Baustart im Herbst
„Mit dem neuen Standort in Dornbirn möchten wir nun das komplette Ikea Einkaufserlebnis in die Region bringen - mit Inspiration, Planungsservices, Gastronomie und vielen Produkten, die direkt mitgenommen werden können“, sagte Alexandra Dürr, Area Manager und Head of Retail Operations bei Ikea Österreich: „Gleichzeitig ist es uns besonders wichtig, das bestehende Gebäude weiterzuverwenden und damit Ressourcen zu schonen.“ Durch die Adaptierung „muss keine zusätzliche Fläche versiegelt werden“, wurde festgehalten. Die Struktur des Objekts bleibe weitgehend erhalten.
Die Einreichung für Bau- und Gewerbegenehmigungen ist für April oder Mai vorgesehen. Im Sommer sollen erste vorbereitende Maßnahmen beginnen. Abhängig von den Genehmigungen sollen die Bauarbeiten heuer im September oder Oktober starten, wurde der Zeitplan skizziert. Personal soll voraussichtlich ab Frühjahr 2027 gesucht werden. Ikea verfügt hierzulande über acht Einrichtungshäuser und sieben Planungsstudios und beschäftigt um die 3.250 Mitarbeiter.
Ansiedelung abgeblasen
Die Ansiedelung eines Ikea-Möbelhauses in Vorarlberg hatte in der Vergangenheit für viele Debatten gesorgt. Ein ursprünglich geplanter Bau in Dornbirns Nachbargemeinde Lustenau hatte wegen des befürchteten Mehrverkehrs zu Widerstand in Teilen der Bevölkerung geführt. Ikea blies die Ansiedelung 2018 ab, eine geplante Volksabstimmung wurde daraufhin abgesagt.