Die Polizei fahndet in Bruck an der Mur nach wie vor nach zwei unbekannten Straftätern. „Die Großfahndung mit Hubschrauber haben wir derzeit mangels Erfolg eingestellt, die Suche geht jetzt jedoch örtlich weiter“, erklärt man bei der Landespolizeidirektion.
Der Hintergrund: Laut Augenzeugenbericht haben zwei Unbekannte einen Mann am Bahnhof in Bruck niedergestochen. Dem dürfte ein Streit vorausgegangen sein, die Einsatzkräfte sprechen auch von einem möglichen Raub als Motiv. „Wir wissen nicht viel über die Täter, es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass sie ausländischer Herkunft sind“, heißt es dazu knapp bei der Polizei. Es gebe auch nur eine eher vage Beschreibung.
Jene Frau, die Erste Hilfe geleistet und auch die Rettung alarmiert hat, berichtet, dass das männliche Opfer blutend am Boden lag und sie mit bloßer Hand die Wunde zugedrückt habe. Die Erstversorgung der Stichverletzungen habe man mit Textilien bewerkstelligt – so lange, bis das Rote Kreuz eintraf.
Zug und Asylheim durchsucht
Die Polizei ist aktuell nach wie vor an mehreren Stellen in Bruck unterwegs, darunter auch immer wieder mit Blaulicht. „Wir haben mittlerweile auch einen Zug und eine Asylunterkunft untersucht“, heißt es bei den Beamten.
In Bruck wurden auch die drei „Schnellen Interventionsgruppen“ (SIG) der Steiermark zur Fahndung zusammengezogen. Sie fungieren als permanenter, mobiler Streifendienst für Einsätze mit erhöhtem Gefährdungspotenzial.
Dieser Bericht wird laufend aktualisiert.