Die Polizei sucht in Bruck an der Mur nach wie vor nach zwei unbekannten Straftätern. Diese Situation hat sich auch Freitagvormittag nicht verändert. „Die Großfahndung mit Hubschrauber haben wir zwar am späteren Donnerstagnachmittag mangels Erfolg eingestellt, die Suche geht jetzt aber örtlich weiter“, erklärte man.

Freitag Vormittag hat man konkrete Täterbeschreibungen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung seither um Mithilfe. Laut Augenzeugenbericht haben die zwei Unbekannten einen 25-jährigen Mann am Bahnhof in Bruck mit einem Messer attackiert. Es handelt sich dabei um einen Raubüberfall.

Phantombilder als nächster möglicher Schritt

Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Insbesondere wird auch ein Radfahrer gesucht, der zur Tatzeit (Donnerstag, 19.3. gegen 11.30 Uhr) an der Szenerie vorbeigefahren ist.

Bei der Landespolizeidirektion (LPD) wollte man Freitag Nachmittag noch abwarten, wie der Rücklauf bzw. die Ergebnisse aufgrund des Zeugenaufrufes sind. Der nächste Schritt wäre die Anfertigung von Phantombildern, erklärt man. „Es kann durchaus sein, dass wir das noch machen“, erklärt Fritz Grundnig, Koordinator der Öffentlichkeitsarbeit.

KI kommt noch nicht zum Einsatz

Das geschieht interessanterweise noch weniger mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. „Wir haben unsere eigenen Spezialisten dafür, weil man gemeinsam mit Opfer und Zeugen alles genau durchgehen muss.“ Etwa, ob Augen, Mundpartie und andere Details genau stimmen. „Das wird natürlich schon am PC, aber doch noch ,in Handarbeit‘ gemacht“, so der Chefinspektor.

Zum Vorfall selbst: Die beiden unbekannten Männer haben versucht, dem 25-Jährigen die Geldtasche zu entwenden. Als er versuchte zu flüchten, hielten ihn die Täter fest und bedrohten ihn mit einem Messer. Der junge Mann setzte sich aber zur Wehr und erlitt dabei oberflächliche Schnittwunden. Er wurde im LKH Bruck an der Mur behandelt.

Frau leistete Erste Hilfe

Jene Frau, die Erste Hilfe geleistet und auch die Rettung alarmiert hat, berichtete bereits am Donnerstag, dass das männliche Opfer blutend am Boden lag und sie mit bloßer Hand die Wunde zugedrückt habe. Die Erstversorgung der Schnittverletzungen habe man mit Textilien bewerkstelligt – so lange, bis das Rote Kreuz eintraf.

Zug und Asylheim durchsucht

Die Polizei ist nach wie vor an mehreren Stellen in Bruck unterwegs, darunter auch immer wieder mit Blaulicht. „Wir haben mittlerweile auch einen Zug und eine Asylunterkunft untersucht“, hieß es Donnerstag Nachmittag bei den Beamten.

In Bruck wurden im Verlauf des Donnerstags auch die drei „Schnellen Interventionsgruppen“ (SIG) der Steiermark zur Fahndung zusammengezogen. Sie fungieren als permanenter, mobiler Streifendienst für Einsätze mit erhöhtem Gefährdungspotenzial.

Feuerwehrtaucher im Einsatz

Donnerstag Abend waren schließlich auch noch Taucher der Freiwilligen Feuerwehren Bruck und Kapfenberg im Einsatz, um das Raubgut im Bereich einer großen Wehranlage herauszutauchen.