Gleich nach Lavamünd auf slowenischer Seite liegt Dravograd. Dort kann man vergleichsweise günstig tanken: Diesel kostet – Stand 19. März, Nachmittag – bei der grenznahen Tankstelle der Marke „Ina“ 1,528 Euro und Super 95 1,466 Euro. Bei der nächstgelegenen Tankstelle in Österreich (Lagerhaus) zahlt man 1,994 respektive 1,792 Euro. Auf eine ganze Tankfüllung rechnet es sich also, auch von etwas weiter her über die Grenze nach Slowenien zu fahren. Doch diesem Tanktourismus hat die Tankstelle nun einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Abgabemenge pro Kunde auf 30 Liter beschränkt.
Bei unserem Lokalaugenschein sah man Wolfsberger, Völkermarkter, aber auch Klagenfurter Kennzeichen. Auf den Sachverhalt angesprochen, zeigt sich ein junges Wolfsberger Paar enttäuscht, war man doch extra mit fast leerem Tank angereist. Die Zapfsäulen stoppen automatisch, sind die 30 Liter erreicht – doch ein Schlupfloch ist schnell gefunden: „Dann fahren wir halt eine Runde und kommen später noch einmal.“
Bei Enttäuschung bleibt es aber nicht bei allen Kunden. „Some people are even mad and angry“ – „Manche Leute werden sogar böse und wütend“, sagt eine junge Tankstellenangestellte mit gelassenem Lächeln, die am wenigsten dafür kann. Durch die unmittelbare Grenznähe kämen zurzeit einfach zu viele Österreicher tanken. Man müsse haushalten. Ihre Kollegin ergänzt, dass die Spritpreise nächsten Dienstag um 12 Cent pro Liter steigen sollen. Mindestens bis dahin würde die Beschränkung beibehalten.